Letztes Update am Mo, 25.11.2019 14:12

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Bundesliga

„Mr. Zuverlässig“ Hager bleibt trotz des Negativlaufs optimistisch

Nach der dritten Bundesliga-Niederlage in Folge leckt die WSG Tirol ihre Wunden. Stefan Hager: „Das dreht sich wieder um.“ Ein Einbruch sorgt abseits des Rasens für Aufsehen.

In den Zweikämpfen zwischen WSG-Verteidiger Stefan Hager und LASK-Stürmer Joao Klauss ging es hart zur Sache.

© gepaIn den Zweikämpfen zwischen WSG-Verteidiger Stefan Hager und LASK-Stürmer Joao Klauss ging es hart zur Sache.



Von Tobias Waidhofer und Florian Madl

Wattens – Hätte man vor der Saison gewettet, wer jener Akteur sei, der bei der WSG Tirol bis Ende November die meisten Pflichtspielminuten absolviert hätte, es wären wohl viele Experten danebengelegen: Weder Keeper Ferdl Oswald noch „Sechser“ Lukas Grgic oder Torjäger Zlatko Dedic waren es. Die richtige Antwort: Stefan Hager.

Der Zirler stand in den 18 Pflichtspielen insgesamt 1631 Minuten auf dem Feld und tat sich dabei als „Mr. Zuverlässig“ hervor. „Ich versuche konstant meine Leistung zu bringen“, gibt sich der 24-Jährige gewohnt zurückhaltend.

Eine Bescheidenheit, die auch in Hagers (Um-)Weg in die Bundesliga begründet zu sein scheint. Über die Akademie Tirol, den Bayern-Nachwuchs, den LASK und Wiener Neustadt landete er in Wattens, um im Sommer sein Bundesliga-Debüt im Tivoli zu feiern: „Das war immer ein Traum von mir.“

Ärger über erneut aberkannten Treffer

Die 0:2-Niederlage gegen den LASK konnte aber auch der Chef der defensiven Dreierkette bei aller Konstanz nicht verhindern. Natürlich ärgerte sich Hager auch am Sonntag noch über den aberkannten Treffer: Dabei hatte Schiedsrichter Josef Spurny nach einem direkt verwandelten Eckball von Benni Prante­r auf ein Foul von Hage­r gegen Keeper Alex Schlager entschieden. Allerdings hatte Reinhold Ranftl den Tiroler vor dem Zusammenprall mit dem LASK-Keeper geschubst. „Es ist sehr schade. Ich denke, dass die Schiedsrichter sich da was überlegen müssen, um einen besseren Überblick zu behalten.“ Schließlich sei das Gleiche schon in Altach und im ÖFB-Cup passiert. Eine „klassische Fehlentscheidung“ sah auch Trainer Thomas Silberberger. Natürlich sei aber „nicht nur das nicht gegebene Tor schuld an der Niederlage. Wir haben uns weitere Möglichkeiten erspielt und außerdem konnten wir leider nur 80 Minuten gut verteidigen“, weiß Hager.

TT-ePaper gratis testen

Jetzt kostenlos TT-ePaper lesen, das Test-Abo endet nach 4 Wochen automatisch

Schritt 1 / 3

In nur 30 Sekunden gelangen Sie zum kostenlosen Test-Abo.

Die WSG-Flinte landet aber auch nach drei Niederlagen in Serie nicht im Korn. „Wir haben auch gegen den LASK ein gutes Spiel gemacht. Das dreht sich wieder um.“ Am besten schon am kommenden Samstag, wenn Sturm Graz im Tivoli-Stadion gastiert.

Unschöne Szenen spielten sich in der Nacht von Samstag auf gestern abseits des Rasens in den Räumlichkeiten der WSG Tirol ab. Beim Tiroler Bundesligisten wurde eingebrochen und ein Kleinbus der Kantine-Mitarbeiter gestohlen. Mehr dazu lesen Sie auf Seite 5 im Lokalteil.