Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 06.05.2015


Regionalliga West

Fans von Austria Salzburg sammeln für den guten Zweck

Die violetten Fans sollen mit ihren Spenden zum Erhalt der Lizenz beitragen.

Nach verpasstem Aufstieg im Vorjahr flossen bei Salzburg-Obmann Windischbauer Tränen.

© gepaNach verpasstem Aufstieg im Vorjahr flossen bei Salzburg-Obmann Windischbauer Tränen.



Von Florian Madl

Innsbruck – Dass sie sich nichts einfallen lassen würden, kann man den Verantwortlichen des aufstiegswilligen Westligisten Austria Salzburg nicht vorwerfen. Eben noch sammelte der Tabellenführer Geld für seine renovierte Heimstätt­e in Maxglan, schon wurde unter dem Titel „Aufstiegshelfer“ ein neuer Weg der Geldbeschaffung geboren: „Ein Stein, der deinen Namen trägt“ nennt sich die Aktion, im Zuge derer Geld für die Erfüllung der Lizenzkriterien gesammelt werden soll. Hintergrund: In erster Instanz wurde den Violetten der nahe Bundesliga-Aufstieg verweigert, weil das Ausweichstadion in Schwanenstadt (Oö.) nicht den Anforderungen der Sky Go Erste Liga entspricht. Das würde Wattens, augenblicklich mit Respektabstand Verfolger des Traditionsvereins, ins Spiel bringen. Dort hätte man alles, nur eben sechs Punkte zu wenig in der Regionalliga-Tabelle. Bis zum Ende der Protestfrist (11. Mai) haben die Salzburger Zeit.

Ein wenig martialisch nimmt es sich aus, wenn Obmann Walter Windischbauer seine Stimme erhebt. Violettes Blut, violette Brille, das muss bei einem Mann mit seinem Engagement so sein. Der Gute rutschte schon beim jüngsten Schlager im Wattener Gernot-Langes-Stadion mit den Knien über den Rasen, als der späte Ausgleich fixiert wurde. Ungewöhnlich für einen 57-Jährigen, der Geduld als „Gnade des Alters“ erachtet. Beim Thema Aufstieg hat Windischbauer diese nicht:

„Ich arbeite Tag und Nacht daran, dass es klappt.“ Mehrmals verfolge er die Baufortschritte in Schwanenstadt, seiner Option als Ausweichstadion. Möglicherweise nicht seine einzige, wie der Salzburger kryptisch anmerkt. Aber ein Tiroler Stadion (Kufstein) sei nicht angedacht gewesen.

Vielmehr ärgert Walter Windischbauer, dass mancher Abgeordneter die Salzburger Austria im Rathaus als Spielball missbrauche; dass das mit Steuergeldern finanzierte Stadion in Klessheim für seinen Verein nicht zugänglich sei. „Dabei würden viele Leute die Salzburger Austria gerne in der Sky Go Erste Liga sehen. Die steht ja nicht unbedingt für viele Zuschauer, und wir wären noch dazu ein Traditionsverein!“

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Das Kapitel Zuschauer umschifft Windischbauer diplomatisch: „Natürlich hat es da oder dort Probleme gegeben, aber seit einem halben Jahr hat sich die Situation stark gebessert.“

Auf Wattener Seite bleibt Präsidentin Diana Langes gelassen: „Wir wollen es immer noch sportlich schaffen.“ Zumindest was die Bundesliga-Lizenz betrifft, habe man die Hausaufgaben gemeistert.