Letztes Update am So, 30.10.2016 12:15

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Vertical Innsbruck

Berglauf-Revival auf der Seegrube

Nach langer Pause wurde mit der Seegrube der einstige WM-Ort von 2002 wiederbelebt. Die Bergläufer schwärmten vom Vertical Innsbruck.

© kristen-images.comDer 33-jährige Südtiroler David Thöni war der Schnellste ...



Von Roman Stelzl

Innsbruck – Die Laufstrecke von der Hungerburg auf die Seegrube zeigte gestern ihre Krallen: 1045 Höhenmeter auf 3,6 Kilometer verteilt warteten beim Sportler-Vertical-Berglauf, da half auch die schöne Aussicht nicht gegen den brennenden Schmerz. Am schnellsten war der Südtiroler David Thöni in 36:53 Minuten, der im Liegestuhl zurückgelehnt „sehr zufrieden“ auf eine „wunderschöne Strecke“ blickte.

Dasselbe Lob gab es vom 25-jährigen Sistranser Skibergsteiger Philipp Brugger, der nach drei Wochen Alpinklettern in Frankreich quasi nach einem Kaltstart Zweiter wurde: „Für das war es ganz gut.“ Die steirische Siegerin Johanna Erhart, so wie Brugger Skibergsteigerin, freute sich umso mehr, war sie doch nur zufällig in Innsbruck.

Und auch wenn die ganz großen Namen im Berglauf-Sport fehlten, versprühten die 186 Teilnehmer ein wenig vom Flair vergangener Tage: 2002 war die Nordkette Zielort der WM, bis 2006 wurde jährlich der Seegruben-Lauf ausgetragen. Dass es nun ein Revival gab, war kurzfristig. „Aber ich habe darauf gewartet, dass sich jemand mit gutem Konzept meldet“, sagte Bob-Olympiasieger und Nordkettenbahnen-Geschäftsführer Thomas Schroll. Damit sieht die Zukunft des Seegruben-Laufs auch rosig aus.

... und durfte dann in den verdienten Liegestuhl neben Philipp Brugger und Johanna Erhart (l.).
-