Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 01.12.2016


Volleyball

Erster Härtetest in der Fremde für Volleyballer

Hypos Volleyballer gastieren heute (20.15 Uhr) beim „Lieblingsgegner“ in Bleiburg.

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© Christian Forcher



Von Daniel Suckert

Bleiburg – „Ab heute beginnt das Finale, das fünf Monate lang andauern wird“, gab Hypo-Coach Daniel Gavan mit einem Augenzwinkern gestern zu Protokoll. Der gebürtige Rumäne spielte da schon auf das AVL-Endspiel im April des nächsten Jahres an. Denn da wird – so wie heute – wohl erneut die Truppe aus Bleiburg am anderen Ende des Netzes stehen.

„Wir wissen, dass es sich bei Tirol von der Besetzung her um eine Übermannschaft handelt“, holte Aich/Dob-Sportdirektor Martin Micheu mit altbekannten Worten aus, um dann doch nicht das „Understatement“ überzustrapazieren: „ Andererseits konnten wir uns bislang überraschend stark präsentieren. Ich denke, dass wir eine Chance haben, wenn die Spieler ruhig bleiben und die Nerven bewahren.“

Für Tirols Headcoach Gavan ist zumindest der erste Teil des Micheu-Statements nichts neues. Gavan: „Jahr um Jahr dieselben Worte. Davon lassen wir uns sicher nicht blenden. Mir geht es darum, wie sich meine Mannschaft präsentiert. Wir müssen vor allem in Bleiburg mental stark auftreten.“

Dass der ehemalige Mittelblocker viele neue Spieler in seinen Reihen hat, sieht Gavan nicht als Handicap. Er habe seiner Truppe schon klargemacht, worum es in diesem Duell geht. Seine Zielvorgabe klingt recht simpel: „Ich will jedes Spiel gegen Aich/Dob gewinnen.“

In Bleiburg erwartet den österreichischen Meister in jedem Fall ein Hexenkessel, vor dem der Vorzeigeclub gewarnt ist. Sportdirektor Micheu bekräftigte erneut: „Fest steht, dass hinter unserer Mannschaft die besten Fans Österreichs stehen. Es wird sicherlich ein Spektakel.“

Damit für die Dunkelblauen nichts schiefgeht, gab es gestern noch ein Videostudium. Trainer Gavan will eben nichts dem Zufall überlassen.