Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom So, 11.06.2017


UPC Tirol Liga

OP-Tisch statt Titelfeier für Kitzbühels Mittelfeldmann

Mit einem 1:1 gegen die Reichenau kürte sich Kitzbühel zum Tiroler Meister. Trotz Titels war Sebastian Gruber der Kitzbüheler Pechvogel.

Yigit Baydars Abschied aus Kitzbühel ist beschlossene Sache. Gestern erzielte er das Führungstor beim 1:1-Remis gegen die Reichenau und ebnete den Titelgewinn.

© Hans OsterauerYigit Baydars Abschied aus Kitzbühel ist beschlossene Sache. Gestern erzielte er das Führungstor beim 1:1-Remis gegen die Reichenau und ebnete den Titelgewinn.



Von Thomas Mair

Kitzbühel — Im Stadion Kitzbühel Langau steppte am Samstag der Bär. Der späte Gegentreffer, der zum 1:1-Remis im Spitzenspiel der UPC Tirol Liga gegen die Reichenau führte, war kein Stimmungstöter. Aufgrund der klar besseren Tordifferenz haben die Gamsstädter den Meistertitel vorzeitig fixiert.

Die 900 Zuschauer kamen auf ihre Kosten, sahen ein Spiel auf sehr hohem Niveau und mit David Stöckl einen überragenden Kitz-Schlussmann, der der Vater des notwendigen Punktgewinns war. „Wenn das Spiel noch zehn Minuten länger gegangen wäre", wäre laut Reichenau-Trainer Gernot Glänzer sogar ein Platzen der Feier möglich gewesen.

So wurde das Zelt des Cordial Cups zum Schauplatz einer großen Party. „Wir haben nichts geplant. Das wird eine lange Nacht werden", prophezeite Coach Alex Markl, der von einer „unheimlich schwierigen Saison" sprach: „Fügen und Kirchbichl haben in den letzten Jahren einen größeren Vorsprung verspielt. Hochachtung vor meiner Mannschaft."

Im Jubelrausch dachte der Erfolgstrainer aber auch an seinen linken Mittelfeldmann Sebastian Gruber, der zu diesem Zeitpunkt schon am Operationstisch lag. Der Pechvogel hatte sich in der ersten Hälfte den Unterarm gebrochen.

Dafür wurde der 27-Jährige, den es zurück nach Wörgl zieht, von Trainer Alex Markl (r.) geherzt.
Dafür wurde der 27-Jährige, den es zurück nach Wörgl zieht, von Trainer Alex Markl (r.) geherzt.
- Hans Osterauer