Letztes Update am Mo, 26.06.2017 16:09

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Crankworx

Crankworx plant langfristig mit Tirol

Am Sprung in die Zukunft: Das Bike-Festival Crankworx in Mutters eröffnete eine neue Sparte. Nach vier Tagen zogen die Veranstalter zufrieden Bilanz, andere orteten noch Arbeit. Das Event soll auch nach 2018 bleiben.

Die Athleten zeigten im Bikepark Mutters ihr ganzes Können.

© Michael KristenDie Athleten zeigten im Bikepark Mutters ihr ganzes Können.



Von Roman Stelzl

Mutters – Die Tirol-Premiere des Bike-Festivals Crankworx ist Geschichte. Was bleibt, ist eine Veranstaltung, die das Publikum – großteils englischsprachig – begeistern konnte. Und genauso bleibt auch eine bunte Palette an Free­ride-Ausdrücken wie „Cashroll Tailwhip“, „Opposite Cork“ oder „Boner Log“, die sich langsam ihren Weg in den Tiroler Sport-Wortschatz bahnen sollte.

Oder anders formuliert: Der Wunsch ist groß, dass Crankworx ein fixer Bestandteil des heimischen Sportkalenders wird. Und die Euphorie verleiht diesem Wunsch im wahrsten Sinne des Wortes Flügel. „Die erste Auflage hat unsere Erwartungen bei Weitem übertroffen. Es haben alle gut zusammengearbeitet“, sagt Georg Spazier, Geschäftsführer der Veranstalterfirma Innsbruck Tirol-Sports. Einziger Wermutstropfen: Das gestrige Programm fiel aufgrund des Regens ins Wasser.

Etwa 12.000 Zuschauer seien alleine am Samstag beim Slopestyle und Downhill dabei gewesen, an allen vier Tagen mit drei weiteren Bewerben (Whip-Off, Dual Speed & Style, Pumptrack) sollen es laut Veranstalter 15.000 gewesen sein. Damit wurde der erwartete Wert übertroffen.

Das stärkt die Hoffnung, das in Kanada gegründete Bike-Event auch über 2018 hinaus an den Bikepark in Mutters und Götzens binden zu können. Spazier: „Wir sind in Verhandlungen, aber unser Ziel ist es, das Event langfristig zu behalten. Das Team von Crankworx möchte das alles möglichst bald beschließen.“ Derzeit läuft der Vertrag noch für das kommende Jahr. Das Feedback sei aber von allen Seiten so positiv, dass einer weiterführenden Kooperation nichts im Wege stehe.

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Schwächen und einiges an Arbeit wurden aber noch abseits der Strecken geortet. „Viele Leute standen am Bahnhof und wussten nicht, wo sie hinmussten. Als sie sich durchfragten, wusste kaum einer, was Crankworx ist“, erzählte der Tiroler Downhiller und Trailbauer Benedikt Purner. Der Innsbrucker zeigte sich begeistert vom Festival, nahm aber auch die Strecke in Götzens in die Kritik. „Die Strecke ist nicht sonderlich spektakulär und einfach eine Klasse schlechter als die auf der Nordkette. Und es fehlen leider einige Hotspots für die Zuschauer.“

Beim Whip-Off-Contest am Mittwoch war zudem für viele unklar, wo genau das Rennen stattfindet. Viele Fans klagten über mangelnde Beschilderung. Die Veranstalter wollen die Kritik aufarbeiten und als Startpunkt für die Zukunft nehmen. „Für uns war das quasi die Feuertaufe. Wir können aus diesem Jahr viel lernen“, ergänzte Spazier. Der Sprung in die Zukunft soll schon im kommenden Jahr gelingen.

Gut gefülltes Areal und jede Menge Bike-Tricks: Im Zielbereich der Talstation in Mutters bilanzierten die Veranstalter beim Slopestyle am Samstag mit einer starken Kulisse.
Gut gefülltes Areal und jede Menge Bike-Tricks: Im Zielbereich der Talstation in Mutters bilanzierten die Veranstalter beim Slopestyle am Samstag mit einer starken Kulisse.
- Michael Kristen