Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 03.10.2017


Radsport

Tirol Team steht vor einem Neuanfang

Nachwuchsarbeit statt Legionär-Team: Nach der Kritik des Verbandes setzt das Tirol Team wieder auf den Nachwuchs. Der Kader erfährt eine Neuausrichtung.

© gepaClemens Fankhauser sieht die Tiroler Radsportler im Team zu häufig in der Helferrolle.



Von Roman Stelzl

Innsbruck – Die Kritik des Tiroler Radsportverbandes (LRV) ist beim Tirol Cycling Team auf offene Ohren gestoßen. Der stärkste Rad-Rennstall des Landes (Continental-Lizenz, dritthöchste Kategorie) wird sich kommende Saison wieder vermehrt auf den Nachwuchs konzentrieren. „Unser Hauptaugenmerk ist der U23-Bereich. Da wollen wir mehr Rennen im Kalender“, erklärte Team-Manager Thomas Pupp.

Damit reagiert er auf die im August vom Verband geäußerten Bedenken, wonach die 80.000 Euro Landesförderung nicht richtig eingesetzt würden. Bei einer Sitzung wurde sogar die Streichung der Gelder diskutiert, wenn nicht beim Rennkalender mitgesprochen werden könne. Nun scheint ein gemeinsamer Weg gefunden worden zu sein. „Unser Druck hat Wirkung gezeigt. Ich bin mir sicher, dass wir eine vernünftige Lösung haben werden“, erklärte LRV-Vorstandsmitglied Günther Feuchtner.

Damit steht dem Kader eine Umwälzung bevor. Auf den Abschied von Tirols Riesen-Talent Patrick Gamper (Trek) könnten bald die beiden italienischen Legionäre Filippo Fortin und Enrico Salvador folgen. Auch Landsmann und Sportdirektor Roberto Damiani steht zur Debatte.

Fix ist hingegen der Abgang des Zillertalers Clemens Fankhauser. Der 32-jährige Familienvater denkt auch über ein Karriere-Ende nach.