Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 09.10.2017


UPC Tiroler Liga

„Schware Partie“ für Reichenau und SVI

Während Titelfavorit Reichenau weiter voll auf Kurs liegt, gestaltet sich die Umbruchsaison beim Tabellenschlusslicht SVI weiter schwierig.

© Thomas Boehm / TTWagten gemeinsam ein Tänzchen: Manuel Kovatsch (Reichenau, l.) und Maximilian Plattner (Kematen) trafen ihre jeweiligen Ex-Mannschaftskollegen erst am Spielfeld und anschließend beim Kemater Oktoberfest.Foto: Kristen



Von Alois Moser

Innsbruck — Auch wenn die Reichenau derzeit noch nicht komplett auf Touren ist: Der Aufstiegsfavorit liegt voll auf Kurs. Beim 2:1 gegen starke Kemater haderte Trainer Gernot Glänzer am Sonntag an alter Wirkungsstätte einmal mehr nur mit der Chancenauswertung: „Das zieht sich bei uns jetzt aber schon länger durch." Gegen die „Blues", die vor allem auf Fehler lauerten und aus Kontern gefährlich wurden, tue man sich öfter schwer: „Im letzten Jahr haben wir hier 0:4 verloren."

Niederlage gab es für die Roten heuer bisher nur eine — und mit 42 erzielten Toren stellt Glänzers Truppe auch die mit Abstand beste Offensive der Liga. Dabei unterstreicht Neuzugang Stefan Milenkovic (11 Tore), dass er eigentlich eine Liga höher gehört — wo ja auch das Ziel der Reichenau liegt. Im Herbst warten aber noch einige richtige Härtetests. Kundl, Zirl, und zum Abschluss das Duell mit Telfs: „Das werden noch richtig schwere Spiele."

Eine „schware Partie" ist es ebenso für den Stadtrivalen SVI — allerdings in anderer Hinsicht. Der große Umbruch im Kader vor der Saison schlägt sich in der Tabelle nieder. „Dass es so schwierig wird, haben wir uns ehrlich gesagt nicht gedacht", gibt Präsident Gerhard Grosch offen zu. Das längerfristig angelegte Projekt, mit Neo-Trainer Markus Seelaus eine junge Mannschaft für die Zukunft aufzubauen, läuft vorerst bis zum Winter: „Wir werden sehen, ob wir noch jemanden holen müssen." Denn eines sei klar: „Absteigen wollen wir natürlich nicht." Gegen Völs erkämpften sich die jungen Schützlinge von Trainer Seelaus nach einer schwachen ersten Hälfte noch ein 2:2: „Am Schluss hatten wir sogar noch die Chance auf den Sieg, aber insgesamt war es ein verdientes Remis." Derzeit sei man leider nicht in der Lage, gute Ansätze in Zählbares umzumünzen: „Wir zahlen eine Menge Lehrgeld, aber das gehört dazu." Trotz der sportlichen Krise halten beim SVI aber alle zusammen, wie Trainer und Präsident unisono bekräftigen: „Die Stimmung passt. Wir stehen das gemeinsam durch."