Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 03.02.2018


Handball

Ein Weckruf nach der Winterpause

Früh ausgeträumt: Handball Tirol verlor im Cup-Achtelfinale gegen die Fivers mit 29:32 (11:15).

© BöhmFür Schwaz mit Alexander Pyshkin (r.) gab es gegen Cup-Spezialist Fivers kein Durchkommen.



Von Benjamin Kiechl

Schwaz — Viertelfinal-Einzug gegen die Fivers? Man wird doch wohl träumen dürfen. Aber leider kamen die Wiener nicht nur zur Speckjause in die Osthalle, und so bekam Sparkasse Schwaz Handball Tirol am Freitag „das Fett ab": Im ersten Pflichtspiel des Jahres mussten sich die Tiroler im ÖHB-Cup auch schon wieder verabschieden. Der siebenfache Cup-Sieger Fivers Margareten zeigte mit schnellen Spielzügen dem Team von Coach Raul Alonso beim 29:32 (11:15) rasch die Grenzen auf.

Dabei war ein Aufatmen im Team zu spüren gewesen, als die Fivers ohne Kämpferherz Vitas Ziura aus dem Teambus gestiegen waren. Der EM-Joker der Österreicher hatte sich im Test gegen Koper einen Sehneneinriss in der Fußsohle zugezogen. Im Spiel konnten die Wiener den Ausfall aber mehr als wegstecken. Innsbruck-Coach Herbert Lastowitza, als Kiebitz in der Halle, zeigte sich vom Auftritt des Cup-Spezialisten und von der schnellen Spielweise „imponiert". Für die Tiroler indes war es ein Weckruf nach der Winterpause.

EURO-Fighter Thomas Kandolf, der bei der EM in Kroatien fünf Tore erzielt hatte, traf auch in seiner Heimstätte nach drei Minuten zur Führung. Nach 23 Minuten bot sich ein gänzlich anderes Bild: Da stand es 8:15 für die Gäste und Schwaz-Trainer Raul Alonso verordnete ein Team-Timeout. Kleinere Umstellungen wie der junge Phillip Walski statt Aliaksei Kishov im Tor zeigten kurzzeitig Wirkung — zur Halbzeit stand es „nur" noch 11:15. Ein kurzes Aufflackern eine Viertelstunde vor Schluss: Comeback-Mann Matias Jepsen und Co. kamen zwischenzeitlich auf zwei Tore heran. Die Fivers konnten jedoch noch immer vom Vorsprung aus den ersten zehn Minuten zehren — wie an einer guten Speckjause eben. Und Schwaz musste mit einer 29:32-Niederlage unter die Dusche.

Eine Blamage setzte es für Bregenz: Der Rekordmeister schied im Cup gegen Landesligist Atzgersdorf mit 21:22 aus.




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