Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 27.04.2018


Handball

Nach harten Monaten das Viertelfinale genießen

Im ersten Viertelfinal-Spiel in Krems will sich Sparkasse Schwaz Handball Tirol heute (19.30 Uhr) als giftiger Außenseiter präsentieren.

© gepaMit maximaler Leidenschaft – wie hier gegen Graz – wollen sich Thomas Kandolf (l.) und Josef Steiger heute mit vereinten Kräften Viertelfinal-Gegner Krems entgegenstemmen.



Von Alex Gruber

Innsbruck – Als drittes und letztes Team der Qualifikationsrunde löste die Erstliga-Truppe von Handball Tirol noch das Viertelfinalticket. Das Minimalziel wurde erreicht und ein „Kollateralschaden“ in dieser Saison in den letzten acht Wochen unter dem neuen Coach Frank Bergemann abgewendet. „Das Team hat sich an den eigenen Haaren aus dem Sumpf gezogen“, führt Sportkoordinator Thomas Lintner aus, ohne einen Hehl daraus zu machen, dass diese Saison „ein Rückschritt“ gewesen sei. Zumal auch noch die junge Bundesliga-Mannschaft um den Klassenerhalt kämpft.

Die Aufarbeitung vorhandener Baustellen („Wir müssen genau schauen, was nicht passt“) hat hinter den Kulissen längst begonnen. Jetzt geht es aber darum, gegen den Favoriten aus Krems zweimal eine starke Leistung aufs Parkett zu zaubern. „Wir sind sehr entspannt. Nach dieser Saison ist kein großer Druck da – das muss man klar sagen“, hält Lintner fest. Dem Schicksal will man sich dennoch nicht ergeben. Und unter Bergemann (Lintner: „Ich möchte, dass er bei uns bleibt“) habe in den letzten zwei Monaten eine positive Grundstimmung Einzug gehalten.

„Wir haben die Abstiegsrunde vermieden und können das Viertelfinale als Bonus betrachten. Im Duell Dritter (Krems) gegen Achter sind die Rollen klar verteilt. Wir wollen jetzt aber einmal eine gute Auswärtsleistung in Krems liefern. Dann schauen wir weiter“, gibt sich Bergemann keinen Rechenspielen hin. Im Wissen, dass eine gute Deckungsleistung gegen die Niederösterreicher erforderlich sein wird: „In der Abwehrarbeit waren wir wankelmütig. Die Rückzugsphase spielt eine tragende Rolle“, weiß der erfahrene deutsche Trainerfuchs. Bezüglich seiner Zukunft will er „keine Wasserstandsmeldungen“ abgeben. Fix ist, dass Anton Prakapenia, Thomas Kandolf (wechselt im Sommer zu Play-off-Gegner Krems) und Matias Jepsen vor ihren letzten Spielen im Schwaz-Dress stehen. Gerüchteküche: Handball Tirol soll Interesse an den beiden ÖHB-Teamspielern Janko Bozovic (Aufbau) und Kristian Pilipovic (Tor) haben.