Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 02.05.2018


Handball

Kein früher Urlaub am Tag der Arbeit

In einem wahren Handballkrimi schlug Schwaz Krems gestern mit 28:27. Am Samstag fällt die Entscheidung.

© Jakob GruberThomas Kandolf und Co. zeigten am Dienstag das von Trainer Frank Bergemann geforderte Feuer und rangen die favorisierten Kremser nieder.



Aus Schwaz: Alois Moser

Schwaz — Ohrenbetäubender Lärm in der Schwazer Osthalle, hochklassiges Handball auf dem Spielfeld und Play-off-Stimmung auf den Rängen: Schwaz erkämpfte sich am Dienstag im zweiten Match der Viertelfinalserie gegen den großen Favoriten Krems ein 28:27 und darf damit weiter aufs HLA-Halbfinale hoffen.

Die Ausgangslage war klar: Verlieren verboten, wollten die Schwazer am Tag der Arbeit nicht verfrüht ihren Urlaub antreten müssen. Dementsprechend traten die Hausherren auf: Angepeitscht von einer vollbesetzten Osthalle knüpften die Schwazer an die starke zweite Hälfte im Hinspiel an und erspielten sich einen knappen Vorsprung. Die Pausenführung von 15:13 war wohlverdient.

In der zweiten Halbzeit war bei den Silberstädtern plötzlich der Wurm drinnen: Vorne und hinten fehlten auf einmal ein paar Prozente, und so drohte das Match auf einmal zu kippen. 25:25 stand es nach 50 gespielten Minuten. Ein Handballkrimi auf Messers Schneide entwickelte sich. Der für die Silberstädter ein goldenes Ende nahm: Mit 28:27 setzte sich Schwaz hauchdünn durch und durfte damit den ersten Sieg über Krems seit 2016 bejubeln.

„Die Mannschaft hat sich das dritte Spiel verdient", lobte Trainer Frank Bergemann. In diesem muss nun am Samstag in Krems die Entscheidung fallen.