Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 07.05.2018


Regionalliga

FC Wacker II feilt an Tauglichkeit für Liga zwei

Die schwarzgrünen Fohlen brauchen für die zweite Liga Verstärkungen. Um bestehen zu können, wird der heimische Spielersektor sondiert.

© Michael KristenRobert Martic (r.) wird dem Stamm der Zweitliga-Elf angehören.Foto: Kristen



Von Thomas Mair

Innsbruck – Im Grunde spielt Wacker II in der laufenden Westliga-Saison um die goldene Ananas. Völlig egal, welche Platzierung am Ende zu Buche steht: Der Aufstieg ist der Mannschaft von Trainer Thomas Grumser nicht mehr zu nehmen. Trotzdem gilt es für alle Akteure, Eigenwerbung zu betreiben, um dem Zweitliga-Kader 2018/19 angehören zu dürfen. „Die Spieler haben jetzt noch dreimal die Möglichkeit, sich zu präsentieren“, hält Grumser für alle die Türe offen.

Trotzdem muss der Kader adaptiert werden, um in der neu geschaffenen 16er-Liga bestehen zu können. „Wir müssen die Mannschaft in der Breite und Spitze anpassen, um noch mehr Qualität hineinzubringen. Es wird auch mit Verstärkungen richtig schwer werden“, weiß Grumser um die Tragweite seiner zukünftigen Aufgaben. Der Innsbrucker will über einen Kader verfügen, der ohne Unterstützung der Bundesliga-Mannschaft „so stark ist, dass die Liga gehalten werden kann“.

Sondiert wird überall. Bei Tirols aktuell bestem Westligateam Schwaz soll unter anderem David Oberortner Begehrlichkeiten geweckt haben. Sportchef Johannes Vogler winkt jedoch ab: „Er ist nächstes Jahr in Schwaz“, hieß es gebetsmühlenartig, eine Vertragsunterschrift bestätigte er nicht. „Wir wollten Oberortner schon vor einem Jahr verpflichten, damals entschied er sich für Schwaz“, entgegnet Grumser, dass der 26-Jährige durchaus eine Option sei. Bei dessen Teamkollegen Patrick Knoflach (24) und Maximilian Wurm (22) sei die Sachlage ähnlich. Fest steht: Alle drei passen ins Wacker-Beuteschema.

Fix ist hingegen, dass sich der Verein mit dem 38-jährigen Coach auf eine weitere Zusammenarbeit geeinigt hat. Wer neben ihm auf der Bank Platz nehmen wird, ist noch unklar, zumal ein eigenständiges Trainerteam angestrebt wird. „Ich will Qualität hereinholen. Jeder, der mitmacht, muss vom Weg überzeugt sein und Professionalität vorleben“, gibt der Familienvater die Richtung vor.

Mit seinem bisherigen Betreuerstab wird in den kommenden Tagen und Wochen ein Zukunftsgespräch geführt: „Es ist für alle möglich weiterzumachen“, schätzt Grumser seine Mitarbeiter und weiß, dass bald die Weichen gestellt werden müssen. Denn ab Juli ist es mit der Westliga-Beschaulichkeit vorbei und Wacker II in Liga zwei auch tabellarisch gefordert.