Letztes Update am Sa, 05.05.2018 22:28

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Handball

Schwazer Kraftakt blieb am Ende unbelohnt

Lange Zeit dominierte Schwaz Handball Tirol das entscheidende Viertelfinalspiel gegen Krems, um letztlich doch mit 29:31 den Kürzeren zu ziehen.

© gepa/BremKampf um jeden Zentimeter: Die Tiroler Dario Lochner (links) und Thomas Kandolf versuchten mit vereinten Kräften Sebastian Feichtinger zu stoppen.



Krems – Wie hatte Handball-Tirol-Coach Frank Bergemann nach dem 1:1-Ausgleich in der Viertelfinalserie (best of three) gemeint: „Wir haben uns dieses dritte Match verdient.“ Und mit dem Selbstverständnis ihres Trainers legten die Tiroler Samstagabend im Hexenkessel der Kremser Halle munter los und wussten insbesondere in der Offensive zu überzeugen, führten phasensweise mit bis zu drei Toren, ehe Prakapenia per Siebenmeter die 18:16-Pausenführung aus Tiroler Sicht besorgte. Nicht zu unrecht sprach Noch-Schwazer und Bald-Kremser Thomas Kandolf von „einem brutal guten Angriffsspiel“ und davon, dass wohl am Ende „die Kräfte, die Ausdauer, die Substanz“ entscheiden werden.

Und so kam es auch. Bis vier Minuten vor Schluss verlief die Partie absolut ausgeglichen (29:29), ehe den Tirolern im Finish der eine Fehler zu viel unterlief – wohl auch, weil Kräfte und Konzentration nachließen. So sah es auch Bergemann. „Wir haben in der entscheidenden Phase zwei, drei Fehler gemacht – und dann haben die Zuseher Krems zum Sieg getrieben.“ Der Deutsche stand nicht an, den Niederösterreichern zu gratulieren und hatte auch für seine Truppe ein „Riesenkompliment“ parat. Ob Bergemann seine Arbeit in Tirol fortsetzen wird, ließ er am Samstag offen. „Es muss Sinn machen.“

Schwaz leckt also Wunden und Krems trifft nun im Halbfinale auf die Fivers aus Margareten. Die zweite Vorschlussrundenpaarung lautet Westwien – Hard. (m. i.)




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