Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 10.05.2018


Sport in Tirol

Skiclub Kitzbühel: Huber kandidiert als Präsident

Im Juni steht beim Kitzbüheler Skiclub die Neuwahl des Präsidenten an. Nun ist fix, dass Michael Huber wieder zur Wahl zum Präsidenten antritt.

© BöhmMichael Huber stellt sich am 21. Juni der Wiederwahl zum Präsidenten des Kitzbüheler Skiclubs.



Von Harald Angerer

Kitzbühel – Er bezeichnet sich selbst als den „Mann der tausend Details“ und ist nicht einfach nur Präsident, sondern lebt förmlich den Kitzbüheler Skiclub. Michael Huber steht dem KSC seit dem Jahr 2009 vor. Zumindest noch bis zum 21. Juni des Jahres, an dem Tag erfolgt die Jahreshauptversammlung und nach drei Jahren steht wieder eine Neuwahl auf der Tagesordnung.

Lang hatte es sich Huber offengelassen, ob er noch einmal kandidiert. „Ich hatte bei meiner Wahl im Jahr 2009 gesagt, dass ich kein Langzeit-Präsident sein möchte, sondern einer, der den Übergang zu einem jungen Präsidenten schaffen möchte. Dieses Ziel ist noch nicht erreicht“, sagt Huber in einem Gespräch mit der Tiroler Tageszeitung. Erst am Montagabend hatte er bei der Klausur des KSC-Vorstands bekannt gegeben, wieder zur Wahl anzutreten.

„Wir führen sehr gute Gespräche und die Dinge entwickeln sich“, gibt sich Huber kryptisch. Es würden nun die Gespräche für den neuen Vorstand laufen. „Bis Ende Mai sollte dann feststehen, wer neu dazukommt, wer den Vorstand verlässt und wer eventuell wechselt“, schildert Huber. Für ihn sei es wichtig, dass es bei den Funktionären eine gute Mischung aus Alt und Jung gibt. Das war auch schon bei seinem Antreten 2009 einer seiner Schwerpunkte. „Hier sind wir gut aufgestellt“, schildert Huber.

Keine ganz einfache Aufgabe bei einem Verein mit über 9000 Mitgliedern und gut 9,5 Millionen Euro Umsatz im Jahr. Damit ist der KSC der größte Skiclub Österreichs. Hier kann sich die Bilanz von Huber durchaus sehen lassen. Im Jahr 2009 waren es noch 5700 Mitglieder, diese Zahl ist in seiner Ära enorm angestiegen. „Wir verzeichnen einen stetigen Zuwachs, das freut uns natürlich und ist in der heutigen Zeit nicht selbstverständlich“, sagt Huber. Und auch wenn es Mitglieder auf der ganzen Welt gibt, die teilweise sogar aus den USA zur Jahreshauptversammlung anreisen, kommen gut zwei Drittel der Mitglieder aus dem Postleitzahlbereich 63, wie Huber betont.

Letztlich sei es aber bei all der Größe doch ein normaler Verein. „Das Vereinsziel ist nach wie vor das gleiche wie bei der Gründung, nämlich die Förderung der Skijugend“, wie Huber sagt und auch hier kann der Verein mit einer beeindruckenden Zahl aufwarten. Insgesamt sind es 150 Kinder, die im KSC das ganze Jahr über trainieren.

Für die Wahl zeigt sich Huber zuversichtlich, es gebe keinen Gegenkandidaten. „Aber natürlich steht es jedem Mitglied frei, einen Wahlvorschlag einzubringen“, sagt Huber. In Kitzbühel halten sich allerdings Gerüchte, wonach Hahnenkamm-Rennleiter Axel Naglich Ambitionen auf das Amt des Präsidenten habe. „Es gibt vieles, worüber ich nachdenke, aber sicher nicht darüber, Präsident des KSC zu werden“, entgegnet Naglich auf Anfrage der Tiroler Tageszeitung den Gerüchten.

Michael Huber sei laut Naglich genau der Richtige für die Position des KSC-Präsidenten. Naglich sieht sich aber als Kritiker, seine vorgebrachte Kritik würde sich jedoch nie an eine Person richten, sondern es ginge immer um die Sache. „Ich schwimm­e sicher auf der anderen Seite des Pools“, nennt es Naglich.