Letztes Update am Sa, 12.05.2018 15:03

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Sport in Tirol

Tirols (Turn)-Sport trauert um Hanspeter Demetz

Hanspeter Demetz (61) verstarb am Mittwoch nach kurzer schwerer Krankheit.

© DemetzDie Tiroler Sportfamilie trauert um Hanspeter Demetz.



Innsbruck – Unfassbar, heißt es aus der Tiroler Turn- und Sportszene. Und kaum ein Wort vermag die Nachricht besser zu beschreiben: Hanspeter Demetz ist tot, verstorben im 62. Lebensjahr nach kurzer schwerer Krankheit. Er, der so fest im Leben zu stehen schien. Dem noch vor Monaten beste Gesundheit attestiert worden war und der vor vier Wochen beim Attila-Pinter-Turnier mit seinem Team in bewährter Manier den Gerätedienst organisierte.

„Wir sind alle geschockt und tieftraurig“, sagt Hans-Peter Farbmacher, der Demetz in dessen aktiven Zeit als Trainer zum fünffachen Staatsmeister und späteren WM-Teilnehmer (1974) formte und die vergangenen Jahrzehnte mit seinem Freund und Weggefährten maßgeblich die Geschicke im Innsbrucker Turnverein (ITV) und im Landesverband prägte.

„Schockiert und perplex“, zeigte sich auch Hubert Piegger, der erst am 3. Mai die Nachfolge von Hansjörg Mader als ASVÖ-Tirol-Präsident antrat und nun einen seiner beiden Vizepräsidenten verlor – aber in erster Linie „einen guten Freund“.

Wer von Demetz sprach, der sprach von einem Macher (im positivsten Sinn), einem Netzwerker, einem Kommunikatior. Einer, der die Menschen motivieren und begeistern konnte und hemdsärmelig vorneweg ging. Egal, ob 34 Jahre lang als Sport- und Biologie-Lehrer am Real-Gymnasium Adolf-Pichler-Platz oder als Ausbilder am Innsbrucker Universitätssportinstitut.

Darüber hinaus war Demetz mehr als zehn Jahre lang Bundesreferent für Schul-Geräteturnen, hob das Turn10-Programm im seinerzeitigen Entwicklungsteam mit aus der Taufe und war auch noch an der Gestaltung des aktuellen Relaunch 2018+ aktiv beteiligt. Fachwart-Funktionen im Tiroler Landesverband rundeten ein intensives und höchst erfolgreiches Leben für den Turnsport ab.

Der passionierte Camper war für die nächstjährige Pension voller Pläne, freute sich u. a. auch auf erholsame Zeiten mit Frau Michaela und den Enkelkindern an seinem geliebten Caldonazzosee. Es sollte nicht mehr sein. (m. i.)