Letztes Update am Mo, 14.05.2018 09:06

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Regionalliga West

Viel Zündstoff in der Regionalliga vor dem Saisonfinale

Der Aufstieg der Wacker-Fohlen in Liga zwei ist seit diesem Wochenende in Stein gemeißelt. Die Planungen für die neue Westliga-Saison laufen überall auf Hochtouren. Und wer sichert sich die Tiroler Torjägerkrone?

© KristenDavid Oberortner soll weiterhin in Schwaz kicken.



Von Alex Gruber

Innsbruck – In der Westliga ist zur besten Fußball-Jahreszeit nach drei vorgezogenen Herbstrunden nur noch eine Runde zu spielen. Dabei fällt die Relegation in dieser Saison aus – oder wie Kufstein-Präsident Hannes Rauch sagt: „Ich kenne keinen, der bei der WM mitspielt.“ Ein Schuss Humor kann niemals schaden. Hier noch ein paar Aufreger.

A wie Aufstieg: Die Ergebnisse in der Regional­liga Ost und Mitte haben an diesem Wochenende laut Wacker-II-Coach Thommy Grumser dafür gesorgt, dass weder die Amateure von Sturm noch die von Rapid aufsteigen können. Weswegen der dritte Platz für Bundesliga-Amateurteams neben den Austria Amateuren und LASK Juniors an die Wacker-Fohlen fällt. „Für unsere 16-, 17- oder 18-Jährigen bedeutet das eine Mega-Plattform. Und wir wissen, was kadertechnisch für eine Arbeit auf uns wartet“, nickt Grumser. Als Heimstätte wird vorerst das Tivoli Stadio­n Tirol – die Adaptierungen im Axamer Ruifach-Stadion wären wohl zu teuer gekommen – dienen.

Doe Wacker-Fohlen sind auf dem Sprung in die zweite Liga.
- TT/Julia Hammerle

E wie Edelroutiniers: Schlag nach bei Kufsteins 32-jährigem Kapitän Mathia­s Treichl (kam 2009 aus Söll) oder Kitzbühels Spielführer Thomas Hartl (31). „Im Herbst hat er sechs Wochen gefehlt. Im Frühjahr stand er regelmäßig als Leader am Platz. Die Mannschaft braucht ihn“, hofft „Präse“ Rauch, dass der Evergreen trotz beruflichem Stress weiter an Bord der Duftner-Truppe bleibt. Das konstante Frühjahr trägt auch Treichls Namen, das Cupfinale wartet als mögliche Krönung.

Für die stark ersatzgeschwächten Kitzbühler markierte Hartl per Elfmeter in Seekirchen mit seinem zwölften Saisontreffer den 1:0-Sieg. Die Gamsstädter haben im Frühjahr in zehn Spielen 22 Punkte geholt, nur Anif (24) eroberte mehr. Das lässt Kitz-Coach Markl auf Sicht dennoch nicht von der zweiten Liga mit 16 Klubs träumen. „Wir passen in die Westliga. Und zwölf Treffer für einen Innenverteidiger sind wohl die allergrößte Leistung“, adelt er einmal mehr seinen verlässlichen Kapitän.

T wie Torjäger: Mit seinem Elfertreffer beim 3:2 über Pinzgau hievte sich Yigit Baydar mit 15 Toren an die Spitze der Tiroler Schützenliste, weil einerseits Schwaz-Knipser Thomas Pichlmann (14) einige Spiele (2018) ausließ und Kufsteins Topscorer Stefan Hussl (13) an einer Muskelverletzung leidet. Kitz-Torjäger Martin Boakye (13) ist Baydar auch noch auf den Fersen. Weil Peter Kostenzer beim Finale in Hard fehlt, hat Baydar laut Wörgl-Coach Denis Husic „alle Freiheiten“.

V wie Verstärkungen: Um in Wörgl zu bleiben, stellt Husic sein Trainerteam im Sommer mit Bruder Serif und Thomas Reinsberger breiter auf. Im Kader komme es zu einem „kompletten Umbruch“. Die Personalien David Oberortner und Patrick Knoflach seien indes in Schwaz laut Trainer Bernhard Lampl zugunsten der Knappenstädter erledigt. Mit Goalie Daniel Mittermair sowie den Offensivkräften Rene Strobl und U18-Teamkicker Marco Hofer werden ab heute drei Talente der Fußball-Akademie getestet. „Ich bin ja ein Fan von jungen Spielern“, unterstreicht Lampl.