Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom So, 27.05.2018


Unterhaus

Telfs und Reichenau im Gleichschritt

Der Titelkampf bleibt spannend: Verfolger Telfs murkste sich gegen Kirchbichl zu einem 3:0-Sieg.

© Jakob GruberMichael Schennach (Archivfoto, l.) gewann mit Telfs gegen Kirchbichl 3:0.



Von Alois Moser

Telfs, Mötz – Die Reichenau hatte beim 3:0 am Freitag gegen Kundl vorgelegt, Verfolger Telfs zog gestern gegen Kirchbichl mit dem gleichen Ergebnis nach. Doch der Telfer Sieg war ein schmeichelhafter, fragt man bei Werner Rott nach.

„Das war keine gute Partie“, gab der Telfer Trainer offen zu: „Wir sind heute nie richtig auf Touren gekommen.“ Das Beste seien noch die „drei schön herausgespielten Tore“ gewesen. Dabei sind Rotts Verletzungssorgen nicht weniger geworden: Toptorschütze Marvin­ Kranebitter verletzte sich unter der Woche am Knöchel, Marcel Schreter musste einmal mehr mit Oberschenkelproblemen raus. „Ich weiß nicht, ob ich beide heuer noch einmal einsetzen kann“, haderte Rott.

Auch Gegenüber Paul Schneeberger hatte inklusive sich selbst ebenfalls nur drei Ersatzspieler zur Verfügung, ärgerte sich aber mehr über die Chancenauswertung: „Wir haben dreimal an die Stange geschossen. Der Gegner hat uns gezeigt, wie man es besser macht.“

Die Union schaffte unterdessen in der Nachspielzeit noch den Ausgleich zum 2:2 gegen Silz/Mötz. „Das war eine richtige Dreckspartie“, kommentierte Union-Trainer Farid Lener und sparte auch die Unparteiischen nicht von der Kritik aus: „So wie da teilweise gepfiffen wird, macht es keinen Spaß.“ Spaß machte aber auch das Spiel nicht: „Das war leider überhaupt nichts.“ Gegner Silz/Mötz verlor durch den späten Ausgleich unterdessen zwei wichtige Punkte im Abstiegskampf.

Union-Kapitän Raffael Wechner (r.) durfte über ein 2:2 gegen Silz/Mötz jubeln.
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