Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 28.05.2018


UPC Tiroler Liga

St. Johann macht es wieder spannend

Das 3:2 in Kematen bringt St. Johann vier Runden vor Schluss wieder auf fünf Punkte an Silz/Mötz heran.

© St.-Johann-Goalie Georg Pendl (Archivfoto, links) und Co. wittern im Abstiegskampf wieder Morgenluft.



Von Alois Moser

St. Johann, Mötz, Mayrhofen – Lange Zeit schien der Abstiegskampf in der UPC Tirol Liga vorzeitig entschieden, Mayrhofen und St. Johann abgeschlagen am Ende und zum sofortigen Wiederabstieg verurteilt. Doch nun könnte es doch noch einmal spannend werden: Vier Runden vor Schluss ist St. Johann wieder auf fünf Punkte an Silz/Mötz herangekommen.

„Wir haben uns wohl schon mit dem Abstieg abgefunden und dementsprechend befreit aufgespielt“, erzählt St. Johanns Trainer Roland Springinsfeld. Dass man dann in Kematen ein 3:2 einfuhr, sorgte nicht nur für Freude beim Trainer, sondern auch dafür, dass man Silz/Mötz wieder auf fünf Punkte nahegerückt ist. Nun muss man in der anstehenden englischen Runde nachlegen: „Diese Woche ist unsere Woche der Wahrheit.“

Während in St. Johann die Hoffnung wieder lebt, ziehen bei Silz/Mötz immer dunklere Wolken auf. „Ich nehme das auf meine Kappe“, ist Trainer Aleks Matic selbstkritisch: „Ich habe im Winter auf Verstärkungen verzichtet und geglaubt, wir würden das auch so schaffen.“ Angesichts der anhaltenden Personalmisere ein Risikospiel. Das Last-Minute-2:2 gegen die Union war das siebente Spiel ohne Sieg. „Es ist nicht leicht“, gibt Matic zu. Zudem habe Konkurrent St. Johann eine leichtere Restauslosung als sein Team: „Das wird ein sportlicher Kampf bis zum Ende.“

Und tatsächlich wartet in der letzten Runde das direkte Duell zwischen Silz/Mötz und St. Johann: „Wenn es sich ergibt, müssen wir da durch.“

Nur noch theoretische Chancen auf den Verbleib hat Mayrhofen. „Das wäre sowieso ein Wunder gewesen“, bleibt Trainer Reini Hofer gelassen: „Aber wir geben weiter alles und wollen noch ein paar Punkte machen.“ Spiele herzuschenken komme nicht in Frage: „Wir geben uns sicher nicht auf.“