Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 04.06.2018


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War das schon das Meisterstück?

© HammerleCan Alak und seine Zirler konnten die Reichenauer um Manuel Kovatsch (l.) nicht in die Schranken weisen.



Abgesehen vom direkten Duell gegen Verfolger Telfs am letzten Spieltag war der schwere Gang nach Zirl wohl die größte Hürde der Reichenau auf ihrem Weg zum Titel. Dieses Hindernis überwanden die Spieler von Trainer Gernot Glänzer am Sonntag klar mit 4:2.

„Da ist mir ein Stein vom Herzen gefallen", bekannte Glänzer nach dem Bravourstück in Zirl. Zur Halbzeit waren seine Kicker noch 1:2 hinten gelegen, drehten aber in der zweiten Hälfte mächtig auf und gewannen trotz zweier aberkannter Tore noch mit 4:2. „Wir haben gewusst, dass es schwer wird, aber schlussendlich hat es hingehauen", kommentierte der 50-Jährige zufrieden: „Der Gegner wollte das Ergebnis über die Zeit bringen, das ist von uns bestraft worden."

Pendant Armin Hobel, der vor dem Spiel als Zirl-Trainer verabschiedet worden war, gratulierte dem Gegner zum „verdienten Sieg": „In der zweiten Halbzeit ist uns ein wenig der Saft ausgegangen."

Damit liegt die Reichenau bei zwei ausstehenden Partien weiter drei Punkte vor Telfs, das auch trotz eines 7:0-Kantersieges gegen Völs das viel bessere Torverhältnis der Reichenau nicht mehr aufholen kann. „Für mich ist das erledigt", kommentierte Trainer Werner Rott: „Wir haben uns lange gewehrt, aber die vielen Verletzten haben uns wiederholt aus dem Tritt gebracht." Seine Mannschaft gebe aber nach wie vor alles: „Auch gegen Völs sind wir wieder 90 Minuten marschiert. Wir wollten zeigen, dass wir eines der besten Teams sind." Für Rott und Co. droht sich die letzte Saison zu wiederholen: zweimal eine fast perfekte Saison, zweimal weit vor dem Dritten und zweimal am Ende doch nicht aufgestiegen ... (a.m.)