Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 11.06.2018


Relegation

180 Minuten trennen Natters oder Buch von der Tiroler Liga

Die Relegation zwischen Natters und Buch als Vizemeister der beiden Landesligen wirft vor dem morgigen Hinspiel (18.30) ihre Schatten voraus.

© KristenNatters (mit Philipp Oberhofer, blau) will morgen vorlegen.



Von Daniel Lenninger

Natters, Buch – Die märchenhafte Entwicklung des FC Natters war im Vorjahr ins Stocken geraten, als das eingeschweißte Team in der Landesliga-Relegation nach gewonnenem Hinspiel gegen St. Johann den Aufstieg in die UPC Tirol Liga doch noch verspielt hatte. Zwölf Monate später könnte man mit diesem Trauma endgültig abschließen: Nach einer furiosen Aufholjagd (12 Siege aus 13 Spielen) sicherte sich die goldene Generation aus dem westlichen Mittelgebirge im Frühjahr Platz zwei und damit die erneute Teilnahme an den Entscheidungsspielen, die morgen (18.30) in Natters und am Freitag in Buch über die Bühne gehen.

Neben der überragenden Form könnte Natters auch in die Karten spielen, dass man – im Gegensatz zu Buch – das Relegationsticket bereits eine Runde vor Saisonende sicher hatte und Trainer Alexander Pfurtscheller beim abschließenden 4:1-Sieg in Seefeld die Rotationsmaschine anwerfen konnte. „Wir sind in der Spur und ich orte bei meiner Mannschaft die notwendige Reife, es heuer wirklich schaffen zu können“, betont Pfurtscheller, der weiß, worauf es ankommt: „Wir müssen am Tag X bereit sein.“

Mit Buch-Coach Manuel Hotter, einst sein Mitspieler im Bundesnachwuchszentrum Tirol, eint Pfurtscheller nicht nur das Alter (29), sondern auch die wegen Verletzungssorgen frühzeitig beendete Kickerkarriere. Im Vorjahr gerade dem Abstieg entkommen, konnten die personell dünn besetzten Unterländer mithilfe der stimmigen Neuzugänge groß auftrumpfen. „Wir sind einfach eine Mannschaft“, spricht aus Hotter der Stolz. „Alles, was jetzt noch kommt, ist eine Draufgabe.