Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 11.06.2018


UPC Tirol Liga

Abstiegs-Showdown zwischen Silz/Mötz und St. Johann

Silz/Mötz schwächelt, St. Johann hat Oberwasser: Doch im Abstiegsgipfel am Freitag ist alles möglich.

© EXPA/AdelsbergerDa jubeln auch der verletzte Co-Trainer Alex Hauser und Coach Roland Springinsfeld mit: St. Johann hat es selbst in der Hand.



Von Alois Moser

St. Johann, Mötz – „Das erhoffte Finalspiel haben wir“, freute sich St. Johanns Trainer Roland Springinsfeld nach dem 3:1-Heimerfolg gegen Zirl. Nachsatz mit einem Schmunzeln: „Auch wenn mir lieber wäre, die Saison wäre jetzt aus.“ Kein Wunder: Lange Zeit war St. Johann abgeschlagen Vorletzter, die Rettung außer Reichweite. Bis die Unterländer eine wohl nicht einmal von ihnen selber für möglich gehaltene Serie starteten: Vier Siege später steht St. Johann nun auf einem Nichtabstiegsplatz.

Auch weil Silz/Mötz ein rabenschwarzes Saisonfinish erwischte. Negativer Höhepunkt: Das 0:8 bei der Reichenau. „So ist Fußball“, kommentierte Silz/Mötz-Trainer Aleks Matic. Für seine „Oberländer Gladiatoren“ kann es nur eine Devise geben: „Das Reichenau-Spiel abhaken und an das Match gegen St. Johann denken.“ Den Gegner hat Matic viermal beobachtet, daran krankt es nicht. Zu lange jedoch schon kämpft man mit zu vielen Verletzten für den zu kleinen Kader. „Wenn der Abstieg passiert, bin ich schuld“, ist sich Matic bewusst, der in der Winterpause bewusst keine Verstärkungen holte und im Saisonfinish auch auf den wechselnden Topscorer Alex Schaber verzichtet.

Dafür hat St. Johann seinen lange vermissten Torriecher wieder gefunden: 15 Tore aus den letzten vier siegreichen Spielen sprechen für sich. „Wir fahren mit einer breiten Brust nach Mötz“, fasst Springinsfeld das neugewonnene Selbstbewusstsein seiner Truppe in Worte. Doch im Fußball ist alles möglich – und in Mötz haben schon einige Mannschaften ihr gelb-blaues Wunder erlebt ...