Letztes Update am Di, 12.06.2018 08:52

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


1952 - 2018

Tiroler Fußball-Familie trauert um Wolfgang Schwarz

Seine Leidenschaft galt dem Fußball - egal in welcher Liga. Wolfgang Schwarz verstarb am Wochenende im Alter von 66 Jahren.

© BöhmSein Blick für den Fußball war scharf – Wolfgang Schwarz.



Innsbruck – Seine Liebe galt dem Leder, sein scharfes Auge war von titelträchtiger Kraft – Tirols Fußball trauert um Wolfgang Schwarz, der mit 66 Jahren verstorben ist.

Schwarz, der als Spieler bei Austria Salzburg, der SPG Wattens/Wacker oder Holland-Legionär (Sparta Rotterdam) von sich reden machte, hinterlässt auch als Trainer auf den Tiroler Fußball-Schauplätzen tiefe Spuren. In den 90er-Jahren bis zur Jahrtausendwende führte er u. a. die FC Tirol Amateure als blutjunges Team zum überlegenen Titelgewinn in der Tiroler Liga, feierte mit dem SV Wörgl den TFV-Cupsieg und stieg mit der WSG Wattens mit Punkterekord von der Regionalliga West in die zweite Spielklasse auf.

Vier Spiele saß er am Saisonende 1993/94 auch als Bundesliga-­Cheftrainer interimistisch auf der Betreuerbank des FC Tirol. Nach einer Zeit als Leiter der Akademie Tirol (damals noch unter dem Namen Bundes­nachwuchszentrum) war Schwarz später im Unterhaus auch noch bei der SPG Axams/Götzens, dem SV Telfs und der SVG Mayrhofen tätig. Die Liga spielte keine tragend­e Rolle, Hauptsache die Kugel rollte.

Seine Leidenschaft galt dem Fußball. Und auf den Mund war das Original auch nicht gefallen. WSG-Abwehrrecke Thomas Dampf forderte er einst mit den legendären Worten „Nicht nur Dampf heißen – Dampf zeigen“ zur Kampfkraft auf. Im fairen Dialog war „Du gangsch schu“ ein gängiges Zitat. Er hat viele Spieler gefördert und gefordert. (lex)