Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 13.06.2018


Football

Nach dem Finale ist für die Raiders vor dem Finale

Die Europacup-Reise der Swarco Raiders ist nach dem Triumph in der CEFL-Bowl noch nicht zu Ende.

© StiegNicht nur vom Punkt waren die Swarco Raiders rund um Kicker Thomas Pichlmann (l.) beim CEFL-Finale im Tivolistadion eine Macht.



Innsbruck – Nach einem harten Kampf gegen die Istanbul Koc Rams durften die Swarco Raiders am Wochenende die Trophäe der Central European Football League, die CEFL-Bowl, in den strömenden Regen des Innsbrucker Nachthimmels strecken. 4000 Zuschauer bejubelten ihre siegreichen Football-Helden. Doch für den nun zweifachen CEFL-Champion ist die Reise noch nicht zu Ende.

Die erfolgreiche Titelverteidigung führt heuer (30. Juni) erstmals zu einem „Super-Finale“. Der CEFL-Sieger trifft auf den Titelträger der Northern European Football League (NEFL). Im letzten Jahr musste das Duell gegen den damaligen Titelträger Helsinki abgesagt werden – heuer soll die höchste Football-Krone Europas aber nach Tirol kommen. „Wir wollten ins Super-Finale, das war unser Ziel. Und jetzt wollen wir das Ding auch gewinnen“, sprudelte es aus Headcoach Shuan Fatah heraus.

Bei aller Freude bleibt ein Wermutstropfen, den man zu verkraften hat: Sowohl die CEFL als auch die NEFL ist mit Meistern stark besetzt – es fehlt jedoch weiterhin die härteste Konkurrenz: die Teams aus Fatahs deutscher Heimat. Die setzen nach wie vor auf die Konkurrenzveranstaltung Big6, weil sie dort nicht auf ihre US-Imports verzichten müssen. Und das, obwohl die Big6 auch nicht mehr das Premiumprodukt ist, das sie einmal war. Heuer standen nur noch vier Teams auf dem Turnierraster: zwei aus Deutschland, eines aus den Niederlanden und eines aus Frankreich.

Man ist also weit weg von dem, was man einmal angestrebt hatte: Die Big6 hätt­e sich über die Jahre zu einer Big10 entwickeln sollen. Nichts von dem ist passiert, mittlerweile hat die CEFL die besseren Teams zu bieten. Ein­e Übereinkunft mit Österreichs nördlichen Nachbarn wäre künftig trotzdem zu wünschen. (a.m., suki)




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