Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom So, 17.06.2018


Unterhaus

In der UPC Tirol Liga ist die Zeit der Abschiede angebrochen

Nach der letzten Tiroler-Liga-Runde der Saison 2017/18 heißt es nicht nur für die beiden Absteiger Silz/Mötz und Mayrhofen Abschied nehmen.

© Verein/FacebookAm Ende feierte auch St. Johann wie ein Meister: Die Unterländer bleiben der Liga weiterhin erhalten.



Von Alois Moser

Innsbruck – Die Saison 2017/18 in der UPC Tirol Liga ist geschlagen. Bis zum Schluss blieb es – zumindest im Abstiegskampf – spannend. Der Tag nach dem letzten Spiel ist zugleich der erste der neuen Saison: In Hinblick auf den Herbst gibt es einige Veränderungen.

Der Meister: Mit der Reichenau hat sich der logische Favorit durchgesetzt. Die Rot-Schwarzen, am Ende überlegen Meister geworden, mussten aber um ihr erklärtes Saisonziel lange bangen, Telfs bot dem Klassenprimus lange Paroli. Die reinen Zahlen sprechen jedoch für die Innsbrucker: 106 geschossene Tore, nur 21 Gegentore, mit Stefan Milenkovic (37 Tore) zudem der überlegene Torschützenkönig. Trotzdem bleibt Meistertrainer Gernot Glänzer nüchtern: „Am Ende schaut es souveräner aus, als es in Wirklichkeit war.“

Die Absteiger: Im Tabellenkeller schien lange alles entschieden – bis St. Johann im letzten Moment den Turbo zündete und mit fünf Siegen noch ein Fußballmärchen schrieb. Die Leidtragenden: Silz/Mötz, die den bereits länger feststehenden Mayrhofenern in die Landesliga folgen. Die Oberländer setzen ihre Transferoffensive (u. a. Hummer, N. Schneebauer, Strickner) nun eine Liga tiefer fort. „Jetzt können meine Jungs einmal ein Jahr vorne mitspielen“, sieht Obmann Christian Kranebitter im Neustart auch etwas Positives.

Die Abschiede: Neben den drei Trainern der Aufsteiger wird es auch bei arrivierten Teams im nächsten Jahr neue Gesichter auf der Bank zu sehen geben. Roland Springinsfeld geht zurück in den Jugendbereich, Kumpel Thomas Handle übernimmt in St. Johann (Co-Trainer Alex Hauser beendet seine aktive Karriere). In Zirl wäre Armin Hobel gerne geblieben, muss den Platz aber für Christoph Aschenwald räumen. Bereits gewechselt wurde in Imst, hinter dem Verbleib von Thomas Schatz, der vorzeitig von Jürgen Soraperra übernommen hat, steht aber ein großes Fragezeichen. Akif Güclü, der knapp vor einem Wechsel zu Wörgl stand, bleibt indes weiterhin Löwendompteur.

Die Neuen: Hinter den beiden Meistern aus Volders und Söll klappte es im zweiten Relegations-Anlauf auch für Natters mit dem Aufstieg – auf ein Neues ...

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- Jakob Gruber