Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 27.06.2018


Tennis

Ende der Future-Turniere, Transition-Tour kommt

Die vor 20 Jahren ins Leben gerufene weltweite Tennis-Turnierserie wird kommendes Jahr abgelöst. Zumindest zwei Tiroler Termine bleiben.

© Michael KristenIdylle am Birkenberg: Telfs verabschiedet die Future-Serie und wartet auf die neue Tour.



Von Robert Ullmann

Telfs – Er war schon dabei, als die Satellite-Turniere beim TC Telfs (1996/97) durchgeführt wurden. Dietmar Härting führte in der Folge auch bei der Future-Serie am Telfer Birkenberg 20 Jahre lang erfolgreich Regie. Als Organisator und Turnierleiter. Der 70-Jährige will auch bei der Transition-Tour in Telfs die Fäden ziehen. Sie folgt 2019 dem Auslaufmodell Future nach, weil diese Turnierart keine Zukunft mehr hat. „Es werden in vielerlei Hinsicht neue Akzente gesetzt“, ist Härting von den neuen Strukturen („Viel wurde im Vorfeld schlechtgeredet“) der Transition-Tour überzeugt.

Die größte Änderung neben dem neuen Namen betrifft die Punkte: Es gibt auf der künftigen Transition-Tour keine ATP-Zähler mehr, sondern Punkte für die ITF-World-Ranking in einer eigens geführten Rangliste. Die Dotation von 15.000 Dollar bleibt hingegen die gleiche wie bei den Future-Turnieren. Zudem sollen bevorzugt Spieler und Spielerinnen ab ATP-Ranking 750 in Frage kommen. „Was genau passiert, wissen wir noch nicht“, gibt aber ÖTV-Turnierreferent Markus Pingitzer zu. Fix ist zudem bereits, dass Telfs und Kramsach als Veranstalter auf der Transition-Tour 2019 aufscheinen.

Vom 1. bis 7. Juli heißt es nun in Telfs von der Future-Serie Abschied nehmen. Von einem Turnier, das ein Höhepunkt im Telfer Sportgeschehen war. Und quasi als Abschiedsgeschenk listet das Teilnehmerfeld eine selten zuvor so starke Besetzung auf. Erfreulich: Im Hauptfeld scheinen vor der Qualifikation drei Tiroler auf. Matthias Haim und Alexander Erler stehen aufgrund ihrer Position in der Weltrangliste, Philipp Schroll durch die Wild Card des Veranstalters im vorläufigen Turnierraster. Acht Qualifikanten und vier Spieler, die eine Wild Card erhalten, ergänzen das Hauptfeld mit 32 Spielern.

Im vorläufigen Raster des Kramsacher Future-Turniers (ab 8. Juli) steht mit Jurij Rodionov eine österreichische Hoffnung in der Pole-Position. Ein Tiroler Talent, Sandro Kopp als Lokalmatador, erhielt die Wild Card des Veranstalters.

Und danach? „Grundsätzlich soll auch im nächsten Jahr ein internationales Turnier auf den Courts auf der Länd ausgetragen werden“, gab Kramsachs Turnierdirektor Werner Auer schon vor dem ÖTV-Zuschlag für die Transition-Tour bekannt. Er wolle nun auf die weiteren Vorgaben warten. Für das diesjährige Turnier laufen die Vorbereitungen jedenfalls nach Plan, „wenngleich sich die Subvention des ÖTV einmal mehr verringert hat“.

Der dritte Veranstalter im Tiroler Future-Bund, der TK IEV MED-EL, sieht dem Abschied der Turnierkette gelassen entgegen und wartet in bewährter Manier ab. Letztes Wort bei der Vergabe der Turniere hat ja der Österreichische Tennisverband – vorerst scheint der IEV aber nicht als Veranstalter der neuen Transition-Tour auf.