Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 03.07.2018


Tennis

Beim Future-Turnier in Telfs herrscht Verunsicherung

Für Gesprächsstoff beim Future-Turnier in Telfs sorgte am ersten Spieltag die geplante neue Tennis-Turnierserie. Gesetzter Haim spielt heute auf.

© Michael KristenMatthias Haim greift heute ins Future-Turnier in Telfs ein und blickt der kommenden Tennis-Turnierserie skeptisch entgegen.



Von Robert Ullmann

Telfs – Folgt die Transition-Tour den Future-Turnieren? „Eher die ITF-World-Tour“, meint ITF-Supervisor Werner Hötzinger, der seit den Turnier-Anfängen 1995 in Telfs als Turnierleiter dabei ist. „Transition-Tour ist nur ein Arbeitstitel“, ergänzt er. „Fix ist, dass noch nichts fix ist.“ Außer, dass während des Turniers in Wimbledon an den neuen Bestimmungen gearbeitet wird.

Wie immer. Das Thema sorgte am ersten Tag des Hauptbewerbes des 21. Future-Turniers am Telfer Birkenberg für Gesprächsstoff; brennt Spielern und Trainern unter den Nägeln. Ja, Verunsicherung regiert. Deshalb sei das Turnier heuer nicht so gut besetzt, schließt Hötzinger. Im Gegensatz dazu ist Turnierdirektor Dietmar Härting mit der Spielstärke des Teilnehmerfeldes zufrieden. „Wir sind gut besetzt.“ Härting strich heraus, dass fast das komplette Telfer Bundesliga-Team, das bekanntlich den Aufstieg in die erste Bundesliga geschafft hat, am ersten Spieltag erfolgreich im Einsatz war. Mick Veldheer (NED) und Lukas Ollert (GER) spielten sich ins Achtelfinale. Auch der Dritte im Bunde, der Tiroler Philipp Schroll, nützte den Heimvorteil, gewann das Österreicher-Duell gegen Jakob Aichhorn.

Die Nummer eins des Telfer Bundesligateams, Matthias Haim, steht heute am Prüfstand. Als Nummer sieben gesetzt („Das macht mich stolz.“), trifft er auf Kirill Kivattsev (RUS). „Ein cleverer Spieler“, meinte Haim, der krankheitsbedingt erst seit einer Woche trainieren konnte. Auch Alexander Erler ist angeschlagen. Er kehrte mit einem Grippevirus und einer Magenverstimmung vom Future-Einsatz aus Sri Lanka zurück. Gegen Mike Urbanija (SLO) „habe ich noch nie gespielt“. Sowohl Erler als auch Haim sehen der neuen Turnierserie skeptisch entgegen. Weil es keine ATP-Punkte mehr gibt, lebt die Hoffnung, „dass, etwas Gutes dabei herauskommt“.

Ergebnisse aus der ersten Runde: Philipp Schroll (Telfs) — Jakob Aichhorn (AUT) 6:4, 2:6, 6:4; Gabriel Schmidt (AUT) — Johannes Bangratz (Imst) 6:4, 6:1; Mick Veldheer (Telfs/NED) — Laurin Aerne (SUI) 6:4, 6:4; Lukas Ollert (Telfs/GER) — Martins Rocens (LAT) 6:1, 6:1. Spielplan, heute, 10 Uhr: Matthias Haim — Kirill Kivattsev (RUS); anschl.: Alexander Erler (AUT) — Mike Urbanija (SLO); nicht vor 13 Uhr: Jonas Trinker (AUT) — Artur Lazdins (LAT).