Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 11.07.2018


Schulsport

Mit Engagement von allen Seiten

Schulsport-Wettkämpfe – das waren im abgelaufenen Schuljahr 2017/18 insgesamt fünf Bundes- und 36 Landesmeisterschaften in 21 Sportarten mit über 10.000 teilnehmenden Kindern und Jugendlichen.

© LSRTStart in die Ferien - ein mit vielen Höhepunkten gespicktes Schulsportjahr ging zu Ende, einer davon waren etwa die Bundes-Leichtathletikmeisterschaften in Schwaz.



Innsbruck – „Motivation, Training und Organisation.“ Gerne bedient Wolfgang Oebelsberger diese Schlagworte, wenn es um den Tiroler Schulsport geht. Einerseits wird in und außerhalb der Schulzeit dafür geschwitzt, geübt und trainiert. „Mit vollem Engagement von allen Seiten“, beschreibt der Schulsport-Fachinspektor beim Landesschulrat für Tirol, „und schön zu beobachten, wie sich Schüler und Betreuer bei den Wettkämpfen ins Zeug legen.“

77 Schulen waren beim Schülerliga-Fußball dabei. Ins Bundesfinale schaffte es die NMS Wörgl (hier im Spiel gegen Spittal.
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Andererseits gilt es, sich auch in Sachen Organisation immer wieder zu beweisen. Tirol richtete im Schuljahr 2017/18 fünf Bundesmeisterschaften für das Bildungsministerium aus. Das begann im Herbst mit dem österreichischen Schulcup Fußball und setzte sich mit der Oberstufenmeisterschaft Handball, mit Flag Football, Leichtathletik Unterstufe und Beachvolleyball fort. „Kein leichtes Unterfangen bei mehreren Hunderten Teilnehmern und einem vergleichsweise geringen Budget“, erklärt Oebelsberger.

Dabei glänzte Tirol in mehrfacher Hinsicht – durch die gelungene Durchführung der Bewerbe und auch durch Erfolge: So stellte Tirol bei den Handballern durch die Burschen des Paulinums Schwaz nicht nur den Gastgeber, sondern auch den Bundesmeister. Bei den Beachvolleyballern siegte das Akademische Gymnasium Innsbruck. Ganz knapp an einem reinen Tiroler Finale im Flag Football scheiterten die Sportmittelschulen Reichenau und Hötting West. Letztendlich gab es aber die Ränge zwei und drei.

So sehen Sieger aus - die Lehrerinnen und Schüler des Akademischen Gymnasiums jubelten über den Bundesmeistertitel im Beachvolleyball.
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Nicht von seiner schönsten Seite zeigte sich bei der Leichtathletik-Bundesmeisterschaft im Juni in Schwaz lediglich das Wetter. Aber selbst strömender Regen vermochte Athleten und Organisatoren nicht zu bremsen.

Der Höhepunkt der Schulsportsaison waren zweifelsohne die Schulwinterspiele. Alle spezifischen Wintersport-Wettkämpfe wurden konzentriert an zwei Tagen in der Woche vor den Semesterferien ausgetragen. Am siebenten Februar fanden in der Olympiaworld Innsbruck die Eissportbewerbe, also Eishockey, Eisschnelllauf, Team-Eislauf und Eisstockschießen, statt. Tags darauf konnten sich die Schüler im Kühtai im Skicross, im Biathlon, im Riesenslalom und beim Naturbahnrodeln messen – „ein zukunftsweisendes Projekt“, sagt Oebelsberger, das in Zusammenarbeit mit der „innsbrucktirolsports gmbh“ organisiert wurde.

Zu einem weiteren Höhepunkt avancierte auch das Tiroler Finale der Schülerliga Fußball in Kitzbühel, wo im A- und B-Poolfinale vor vollen Tribünen und bei Kaiserwetter die Landessieger ermittelt wurden. Besonders erfreulich war der neue Teilnehmer-Rekord von 77 Schulen.

Was sich als besonders attraktiver Austragungsmodus von Schulsportwettkämpfen etablierte, wurde heuer auch fortgesetzt. Schon 2012 anlässlich der Youth Olympic Games in Innsbruck waren mehr als 3000 Schüler zunächst als Teilnehmer an Randbewerben dabei und fanden sich später dann bei den Hauptbewerben als Zuseher wieder.

Eine ähnliche Aufwertung als Randwettkampf gab es auch 2017 bei der IBU-Biathlon-WM in Hochfilzen. Die Tradition soll im nächsten Schuljahr bei der Kletter-WM in Innsbruck und bei der WM Ski nordisch in Seefeld fortgesetzt werden. Die Planungen dafür laufen längst. Oebelsberger lobt vor den Ferien: „Gut zu wissen, dass die Tiroler Turnlehrer den Idealismus haben, die Veranstaltungen toll zu organisieren, und das unentgeltlich.“ (sab)

Entscheidung in Innsbruck: Im Flag Football ritterten zwei Tiroler Teams um den Titel. SMS Reichenau und Hötting West scheiterten nur knapp.
- LSR Tirol