Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 17.07.2018


Handball

Bergemann und Lintner: Mit vereinten Kräften für Schwaz

Bei Handball Tirol redet neben Coach Frank Bergemann auch Sportkoordinator Thomas Lintner im Training mit.

© gepaCoach Frank Bergemann startete mit Schwaz Handball Tirol offiziell die HLA-Saisonvorbereitung.



Von Benjamin Kiechl

Schwaz — Viel Routine, verpackt in sympathischen mittelfränkischen Dialekt: Dafür steht Frank Bergemann. Und der Coach und Lehrer in Personalunion bleibt auch in der kommenden Saison Sparkasse Schwaz Handball Tirol erhalten. Bergemann, der im Februar das Traineramt nach einem mäßigen Play-off-Start übernahm und mit der Mannschaft anschließend nur knapp das Liga-Semi­finale verpasste, soll Schmied des Tiroler Handballglücks bleiben, wie der Verein gestern offiziell bekannt gab.

„Mir haben die Leidenschaft und Einsatzbereitschaft dieser Mannschaft sehr imponiert. Sie hat in den letzten Wochen der vergangenen Saison sehr viel Willen gezeigt. Zudem will der gesamte Verein etwas bewegen. Das hat mich letztlich davon überzeugt, weiterzumachen", betonte der 62-jährige Deutsche. Auf Bergemann kommt eine Doppelbelastung zu. Neben seiner Tätigkeit als Lehrer in Erlangen pendelt er nach Tirol zur Mannschaft.

Unterstützung bekommt der Coach dabei vom Sportkoordinator: Thomas Lintner wird im Bedarfsfall das ein oder andere Training leiten, sollte Bergemann aufgrund seiner Lehrverpflichtung in Deutschland den Weg nach Schwaz einmal nicht schaffen. „Mit vereinten Kräften für Schwaz", könnte diese Zwitter-Lösung positiv formuliert werden. „Im Sommer gibt es ohnehin keine Probleme. Ab Schulbeginn werde ich aushelfen", erklärte Lintner, der bereits in der Vergangenheit Schwaz-Trainer war. „So kann ich ihn unterstützen und bin zudem auch näher an der Mannschaft dran."

Er freue sich auf die Zusammenarbeit mit Bergemann: „Wir sind sehr froh, dass Frank seine Arbeit fortführt." Der Coach sei „ein absoluter Fachmann" bei der Ausbildung und Heranführung junger Talente.

Die ersten Trainingseinheiten für die neue Saison in der Handball Liga Austria (HLA) sind bereits absolviert. Nach den Abgängen von Thomas Kandolf, Anton Prakapenia, Aliaksei Kishov, Matias Jepsen und Manuel Schmid steht ein Umbruch bevor. „Junge Spieler wie Armin Hochleitner, Philipp Igbinoba, Clemens Wilfling oder Sebastian Spendie­r haben die Möglichkeit, zu Führungsspielern zu reifen", skizzierte Lintner die Marschroute.