Letztes Update am So, 22.07.2018 10:37

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Klettern

Das Ende der Schubert-Serie, Podestplatz für Pilz

Erstmals seit zwei Jahren beendet Jakob Schubert als Vierter von Briancon einen Vorstiegs-Weltcup nicht am Podest. Jessica Pilz landete auf dem zweiten Rang.

© Heiko WilhelmUm Haaresbreite verpasste Jakob Schubert gestern im Vorstiegs-Weltcup das Podest und wurde Vierter.



Von Roman Stelzl

Briancon – Neunmal in Folge stand Jakob Schubert im Vorstiegs-Weltcup am Podest. Eine Serie, die sich heute genau über zwei Jahre erstreckte. Am Samstag ging sie zu Ende.

Der 27-jährige Innsbrucker verpasste als Vierter nur hauchdünn aufgrund des schlechteren Halbfinales das Stockerl. Zuletzt war das am 22. Juli 2016 der Fall – damals blieb Schubert, der sich im Vorjahr mehr auf das Bouldern konzentriert hatte, Rang acht. Übrigens ebenfalls in Briançon, wo der Ex-Gesamtweltcupsieger 2011 seinen vierten Weltcupsieg gefeiert hatte.

„Echt schade, ich hätte diese Serie mit Podestplätzen gerne noch ausgebaut“, haderte Schubert ein wenig mit dem verpassten Stockerl. Am Ende seien es nur Kleinigkeiten gewesen, die alles entschieden haben. Schubert: „Das Finale war auf der leichteren Seite, deshalb hat sich auch alles erst am Ende entschieden. Ich habe gemerkt, dass heute mehr drinnen war – der zweite Platz hätte es eigentlich sein müssen. Aber ich bin ein wenig weggerutscht. Jetzt blicke ich nach vorne, auf den nächsten Weltcup in Arco.“

Auch Sportdirektor Heiko Wilhelm war ein wenig enttäuscht: „Man sieht auch, wie knapp alle Athleten beisammen liegen. Fehler darf sich hier keiner erlauben. Schade, da hätte Jakob sicher mehr draufgehabt.“

Am Ende blieb Schubert damit wie im Halbfinale der vierte Rang – den Sieg schnappte sich der Deutsche Alexander Megos vor dem Franzosen Romain Desgranges. Zuvor hatte sich der Ex-Weltmeister in Villars den Sieg sowie in Chamonix Rang zwei geholt.

Bei den Damen wurde Jessica Pilz Zweite. Die Niederösterreicherin, zuletzt die Siegerin, musste sich nur Janja Garnbret (SLO) geschlagen geben.