Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 06.08.2018


Regionalliga West

Kufstein-Kapitän Treichl dachte schon ans Aufhören

Nach zwei Spielen hält Kufstein beim Punktemaximum von sechs Zählern. Neo-Abwehrchef Matthias Treichl kennt die Gründe dafür.

© MühlangerMathias Treichl (r.) gibt beim FC Kufstein den Takt vor.



Von Daniel Lenninger

Kufstein — Der Treffer von Mathias Treichl beim 4:1-Auswärtssieg des FC Kufstein in Seekirchen war am Freitag aus zweierlei Gründen nicht selbstverständlich. Zum einen hatte der Kapitän des Westligisten vor der noch jungen Saison wegen beruflicher und privater Gründe über ein Karriere­ende nachgedacht. Zum anderen finden Fußballer bessere Positionen für einen Torabschluss vor als bei einem Freistoß auf Höhe der Mittellinie.

Aber der 32-Jährige drosch das runde Leder über den etwas zu weit vor seinem Tor stehenden Seekirchen-Goalie hinweg in die Maschen. „Sicherlich eines meiner schöneren Tore", lacht Treichl, der mit den Festungsstädtern nach zwei Spieltagen in der Regionalliga West mit dem Punktemaximum auf Tabellenplatz zwei rangiert. „Wir haben hart gearbeitet und sind mehr als zufrieden", genießt der Routinier die aktuelle Situation: „Dem Verein gebührt ein Kompliment für die Neuverpflichtungen — sie bringen Qualität mit und sind sehr gut integriert."

Wie Treichl befindet, haben die Zugänge wie der Ex-Internationale Mohamadou Idrissou, Niko Schneebauer oder Emre Yildiz die Mannschaft nicht nur auf ein höheres Level befördert, sondern auch den Konkurrenzkampf angekurbelt. Die Art und Weise, wie das Team mit dem intensiveren Kampf um die Startelf- und Kaderplätze umgeht, imponiert dem Spielführer: „Alle ordnen sich dem Erfolg unter." Auch Treichl, der als langjähriger zentraler Mittelfeldspieler in die Innenverteidigung befördert wurde.