Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom So, 12.08.2018


Regionalliga West

Zusammenprall am Spielfeld: Rauch fordert Reaktion

Der Treffer zum zwischenzeitlichen 1:1 im Regionalliga-Spiel zwischen Kufstein und Anif sorgte auch am Samstag noch für Aufregung. Kufstein will eine Neuaustragung.

© MühlangerLukas Tauber (gelb) musste zusammen mit Sahin Karayün ins Krankenhaus.



Von Manuel Lutz

Kufstein — „Eine dicke Lippe hab' ich halt, die mit vier Stichen genäht wurde", meldete sich Kufstein-Schlussmann Lukas Tauber am Samstag zu Wort. Beim Spiel gegen Anif (1:2) krachte der Torwart mit Mitspieler Sahin Karayün zusammen, beide blieben am Boden liegen, der Schiedsrichter unterbrach das Spiel jedoch nicht und die Salzburger erzielten den Treffer zum 1:1. „Das Blut ist sofort rausgeschossen bei mir. Ich dachte, der Schiedsrichter unterbricht das Spiel sicher. Dann hab' ich aber von den Anif-Spielern gehört ?Schießt, schießt'."

Präsident Hannes Rauch war auch am Tag danach wütend: „So eine Situation nützt man nicht aus." Daher ist für Rauch klar: „Ich erwarte mir eine Neuaustragung. Bis dahin halte ich mir alle Schritte offen und erhoffe mir eine eindeutige Reaktion von Anif und sonst vom Verband. Es geht hier um den Fair-Play-Gedanken." Anif-Coach Thomas Hofer versteht den Frust, meint jedoch: „Ich hab' mir die Situation nun extra noch einmal angeschaut. Das ging so schnell, es waren nur fünf Sekunden. Der Spieler sagte heute, dass er die Situation nicht so wahrgenommen hat." Anif-Obmann Norbert Schnöll stellt klar: „Wir sind nicht unsportlich, davon sind wir weit weg, ich habe mit dem Präsidenten von Kufstein auch ein langes Gespräch geführt."