Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 17.08.2018


Motorsport

Transatlantischer Speedspezialist: Binder gibt in Silverstone Gas

Das Kapitel IndyCar ist für den Zillertaler Rene Binder vorbei. Vorerst, denn die Geschichte soll weitergehen. Aktuell steht aber die Langstrecke an.

Rene Binder will sein Engagement in den USA unbedingt fortsetzen.

© imago sportfotodienstRene Binder will sein Engagement in den USA unbedingt fortsetzen.



Von Alois Moser

Silverstone – Sechs Rennen hat das Abenteuer IndyCar für den Zillertaler Rene Binder gedauert. Sechs Rennen, in denen nicht alles nach den Vorstellungen des 26-Jährigen lief. Trotzdem plant der Zillertaler eine Fortsetzung des US-Engagements. Vorerst wartet an diesem Wochenende mit einem Einsatz beim Sechs-Stunden-Rennen der Langstrecken-WM (WEC) in Silverstone (GBR) aber schon das nächste Highlight auf den Neffen des ehemaligen Formel-1-Piloten Hans Binder.

Die Statistik liest sich nüchtern: sechs Starts in der IndyCar, fünf Zielankünfte. Die besten Resultate erzielte Binder dabei in Birmingham (USA/Platz 16) und Toronto (Kanada/17). Doch die Erwartungen waren ohnehin den begrenzten Möglichkeiten von Team Juncos angepasst: „Ein Platz in den Top zehn ist für einen Rookie mit einem Ein-Wagen-Team nicht realistisch.“ Ohne einen zweiten Fahrer fehlen die Vergleichswerte – und auch die mangelnden Testmöglichkeiten im Vorfeld schlugen sich in den Ergebnissen nieder. Trotzdem ist Binder nicht unzufrieden: „Wir haben uns konstant verbessert und wenig Fehler gemacht.“ Auch sei es ihm darum gegangen, in den USA die Zillertaler Flagge zu schwenken: „Meine Mission, den Fuß in die Tür zu bekommen, habe ich erfüllt.“

Denn der erste Ausflug in die IndyCar soll nicht der letzte gewesen sein: „Es gibt auf jeden Fall einige Gespräche.“ Im Herbst sollen Testfahrten stattfinden, das Indy-Engagement auf ein neues Level gehoben werden. Aber auch ein Start in der Sportwagen-Meisterschaft IMSA wäre denkbar – der Rumer Dominik Baumann ist dort aktuell sehr erfolgreich unterwegs.

An diesem Wochenende startet Binder mit dem LMP1-Prototypen von ByKolles Racing beim zur Langstrecken-WM (WEC) gehörenden Sechs-Stunden-Rennen in Silverstone: „Das wird eine tolle Herausforderung, auf die ich mich sehr freue.“




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