Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 10.09.2018


Westliga

Sportlich sind die Tiroler auf Überholspur

© Michael KristenZurzeit jubeln alle Tiroler Teams – wie hier die Reichenau.Foto: Kristen



Von Manuel Lutz

Innsbruck – „Es ist kein Zufall, dass alle Vereine aufspielen. Sie haben gute Qualität“, weiß Kitzbühel-Trainer Alexander Markl, warum die Tiroler Teams in der Westliga im Moment von Erfolg zu Erfolg eilen. Der Höhepunkt war dabei der aktuelle Spieltag.

Alle fünf Vertreter fuhren Siege ein – beinahe ein historisches Ergebnis. Lediglich Wörgl kassierte beim 3:2-Auswärtssieg gegen Wals-Grünau Gegentore. Dennoch war Trainer Denis Husic zufrieden: „Es ist mehr drin, aber zurzeit haben wir Probleme mit der Chancenauswertung. Wir hatten einen Lauf, dann kam der Rückfall. Gott sei Dank haben wir das Ruder herumgerissen.“

Für Schwaz-Coach Bernhard Lampl ist klar: „Es sind alles gute Mannschaften. Kitzbühel ist eine Macht, auch Kufstein hat eine super Mannschaft. Wörgl ist eine Wundertüte – dass die auch in Grünau gewinnen, hätte ich nicht gedacht. Und die Reichenau ist heimstark.“ Der deutliche 4:0-Triumph seines Teams in Grödig freute den Übungsleiter natürlich, dennoch sei klar: „Die Salzburger sind heuer nicht mehr so dominant. Wenn wir vor einem Jahr gesagt hätten, dass wir das bessere Team in Grödig sein werden, hätte es keiner geglaubt. Die Liga spürt auch, dass das Investment in Vorarlberg nicht so groß ist.“

In Kufstein ist Markus Duftner erleichtert, dass die guten Leistungen seiner Elf wieder mit drei Zählern belohnt wurden: „Wir haben zur richtigen Zeit ein Tor gemacht, damit ging der Knoten auf.“ Bei der Reichenau kann nichts schiefgehen, wie Gernot Glänzer lachend meint: „Momentan können wir gar nicht so blöd tun.“ Die Tiroler kann wohl nur eine Reform bremsen ...