Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 08.10.2018


Regionalliga West

Am Ende ging der Reichenau die Luft aus

Kufstein feierte in der Regionalliga West dank einer Aufholjagd noch einen 3:2-Erfolg in der Reichenau. Am Mittwoch gibt es Gelegenheit zur Revanche.

© TT/Julia HammerlePatrick Steinkellner (Mitte/rot) hatte für die Reichenau im Derby gegen Kufstein die Vorentscheidung auf dem Fuß.



Von Manuel Lutz

Reichenau — Im gestrigen Westliga-Derby ließ sich die Reichenau von Kufstein kurz vor Schluss noch die Butter vom Brot nehmen. Die Innsbrucker führten bis zur 85. Minute mit 2:1, doch die Festungsstädter drehten das Spiel noch und entführten mit einem 3:2-Erfolg drei Punkte. „Ganz, ganz bitter. Wir haben Lehrgeld gezahlt. Ein Remis wäre schon verdient gewesen", resümierte Reichenaus Gernot Glänzer enttäuscht. Sein Gegenüber Markus Duftner war einmal mehr begeistert von seiner Elf: „Die Mannschaft hat wirklich Moral gezeigt. Wir haben gewusst, dass es hier sehr unangenehm zu spielen ist."

Nach dem Führungstreffer der Gastgeber durch Patric­k Steinkellner — „ein super Tor, der ist durch fünf Spieler durch" (O-Ton Glänzer) — hätte der Spielmacher für die Vorentscheidung sorgen können. Zuerst scheiterte der Mittelfeldmotor per Freistoß an der Stange, dann setzte er das Leder im Strafraum über das Gehäuse. „Man braucht auch ein bisschen Glück, wenn man in der Reichenau gewinnen will. In der Folge haben wir dann dominiert und auch verdient gewonnen", bedankte sich Duftner bei Glücksgöttin Fortuna. Für Glänzer war klar: „Wir haben nicht bis zum Schluss konzentriert gespielt. Wir sind selbst schuld. Kufstein ist eine sehr gute Mannschaft." Das Lob kam sofort zurück: „Sie haben sehr gute Spieler, die kicken können."

Möglichkeit zur Revanche bietet sich bereits am Mittwoch im Cup, jedoch in der Kufstein Arena. Glänzer meinte mit einem Lachen: „Wenn wir dafür eine Runde weiterkommen, nehme ich diese Niederlage gerne in Kauf." Ob bei den Unterländern Stefan Schlichenmaier — musste nach einem Zusammenstoß mit Mitspieler Lukas Tauber verletzt vom Feld — mit von der Partie ist, ist noch unklar.