Letztes Update am Mo, 15.10.2018 08:50

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Fußball-Unterhaus

O’zapft is! Oktoberfeste fetten die Vereinskassen auf

Zum 15. Mal lud der SV Kematen zum alljährlichen bayerischen Volksfest. Die Unterhaus-Klubs setzen auf Events, um mehr Publikum anzulocken. Die Geselligkeit steht im Mittelpunkt.

TFV-Sicherheitsbeauftragter Gerhard Rauschgatt (l.) ließ sich in Kematen das Hendl schmecken.

© Michael KristenTFV-Sicherheitsbeauftragter Gerhard Rauschgatt (l.) ließ sich in Kematen das Hendl schmecken.



Von Thomas Mair

Innsbruck – Die Brathendln dufteten und das Weißbier floss in Strömen – der SV Kematen lud am Sonntag zu seinem 15. Oktoberfest und lotste 450 Zuschauer zur Matinee in der UPC Tirol Liga gegen Zams. Bürgermeister Rudolf Häusler nahm den Bieranstich vor und die zahlreichen Lederhosen und Dirndln rundeten den traditionellen Event ab. „Mit unserem Oktoberfest waren wir im Jahr 2004 die Pioniere und das heutige halbrunde Jubiläum war wirklich gewaltig“, freute sich Obmann Arno Bucher über den großen Zuspruch.

Um vollends zufrieden zu sein, stand ihm sein sportlicher Ehrgeiz im Wege, zumal ihn das 2:2-Remis gegen die Oberländer ärgerte. Dass solche Veranstaltungen auch den einen oder anderen Euro in die Vereinskasse spülen, ist für Bucher sekundär, „vielmehr geht es mir um die Leute, die ein Festl feiern wollen“.

Eine Feier unter demselben Motto veranstaltete am Samstag auch Kolsass/Weer. Für Obmann Daniel Kandler ein Höhepunkt der Unterhaus-Saison: „Für uns ist es ein gesellschaftliches Highlight, da alle Mitglieder zusammenkommen. Außerdem ist es eine Einnahmequelle, gestern waren bestimmt 200 bis 250 Zuschauer mehr als bei einem normalen Heimspiel.“

Es braucht eben stets neue Impulse, um die Stammgäste bei Laune zu halten bzw. neue Kundschaft zu lukrieren, wie Kundls Obmann-Stellvertreter Reinhold Ebenbichler bestätigt: „Bei der heutigen Palette an Fernsehangeboten kannst mit einem Fußballspiel alleine schwer jemanden aus den eigenen vier Wänden herauslocken. Man muss etwas bieten und wir veranstalten in dieser Hinsicht relativ viel.“ Vergangenen Samstag hielten viele beim dritten Kundler Bierfest – trotz getrübter Stimmung nach der 1:2-Niederlage gegen Imst – auch bis in die frühen Morgenstunden aus. Dass die Veranstaltungen auch ein wenig Profit abwerfen, verhehlt Ebenbichler nicht: „Unsere gut laufende Kantine ist eine unserer größten Sponsoren.“

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Während schon zahlreiche Vereine auf den Oktoberfest-Zug aufgesprungen sind, wollen die Unterländer weiter mit ihren „Themenabenden“ punkten. So ist das Weinfest (im Frühjahr) und eine 80er-Party beim letzten Heimspiel im Herbst fest eingeplant.