Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 22.10.2018


Regionalliga West

Nach Schwaz gegen Kufstein: Schiedsrichter im Kreuzfeuer

Auch Wörgls Coach Denis Husic fühlte sich in Dornbirn vom Schiedsrichter verschaukelt.

Einem Peter wurde der "Schwarze Peter" zugeschoben: Schiedsrichter Pete­r Schörkhuber stand nach dem Derby in der Kritik.

© Foto TT / Rudy De MoorEinem Peter wurde der "Schwarze Peter" zugeschoben: Schiedsrichter Pete­r Schörkhuber stand nach dem Derby in der Kritik.



Schwaz – „Es tut mir leid für die Mannschaft, wir haben tollen Fußball gespielt und waren klar das bessere Team“, war Schwaz-Coach Bernhard Lampl nach der 0:2-Niederlage gegen Kufstein enttäuscht. Sportlich konnte der Übungsleiter seiner Elf keine Vorwürfe machen, die Entscheidungen des Schiedsrichter-Gespanns konnte er nicht verstehen: „Der Elfer war richtig, aber zu der Situation darf es gar nicht kommen – davor war ein klares Abseits.“ Auch beim zweiten Gegentreffer blieb die Fahne fälschlicherweise unten, wie Lampl meinte: „Der war zehn Meter weiter vorne.“

Der Platzverweis gegen Harald Cihak („Die erste Gelbe Karte war ein Witz“) und ein „nicht gegebener Elfmeter“ brachten das Fass zum Überlaufen. Gegenüber Markus Duftner meinte dazu: „Es war nicht einfach zu pfeifen, wir hätten auch noch einen Elfmeter bekommen müssen. Auch wir hatten unsere Chancen.“ Zudem kündigte Referee Peter Schörkhuber an, einen Schwazer Spieler, der auf der Tribüne saß, beim Verband anzuzeigen, weil er ihn nach Spielende am Platz beleidigt habe. Dies bestätigte Schiedsrichter-Obmann-Stellvertreter Gregor Danler: „Auch ein Spieler in Zivil kann angezeigt werden, da er auch der Strafgewalt unterliegt.“

Wörgls Denis Husic kann den Ärger nachvollziehen, fühlten sich die Unterländer in Dornbirn ebenfalls vom Mann mit der Pfeife verschaukelt: „Er wollte uns mit den roten Hosen nicht spielen lassen, da Dornbirn rote Trikots hat. Ich habe mich zur Sicherheit noch bei Schiri Walter Altmann erkundigt.“ Als die Unterländer schlussendlich mit der mitgebrachten Garnitur aufliefen, hatte er die Tiroler „am Kieker“: „Er ist dementsprechend mit uns umgegangen und hat uns niedergepfiffen.“ Husic meinte jedoch, man könne nicht nur die Schuld beim Unparteiischen suchen: „Wir hatten keinen guten Tag.“ (m.l.)