Letztes Update am Sa, 27.10.2018 18:26

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Regionalliga West

Kitzbühel bestrafte ruppige Grödiger, kleiner Dämpfer für Kufstein

Mit dem 2:1-Erfolg gegen Grödig feierten die Gamsstädter in der Regionalliga West den bereits achten Sieg in Serie. Auch in Wörgl herrscht Zufriedenheit.

Kufsteins Patrick Schönauer (vorne) und Torschütze Mathias Treichl hatten mit dem Dornbirn alle Hände voll zu tun.

© www.muehlanger.atKufsteins Patrick Schönauer (vorne) und Torschütze Mathias Treichl hatten mit dem Dornbirn alle Hände voll zu tun.



Von Manuel Lutz

Kitzbühel – „Nach einem super Pass von Andi Hölzl hat Christian Pauli mit seinem goldenen Fuß den Ball versenkt“, ließ Kitzbühel-Coach Alexander Markl den späten Siegestreffer am Freitagabend in der 94. Minute noch einmal Revue passieren. Der 2:1-Heimerfolg gegen Grödig in der Westliga war „Schwerstarbeit“ – am Ende war es „ein Sieg der Gerechtigkeit“, wie Markl meinte: „Der Gegner war sehr unfair, jede Offensivaktion wurde mit einem Schrei unterbrochen. Die haben von der ersten bis zur letzten Minute auf Zeit gespielt.“

Trauriger Schlusspunkt: „Andi (Anm. Hölzl) hat einen Faustschlag nach dem Spiel bekommen, das ist unterste Schublade. Die Leistung meiner Elf war sensationell, wir waren trotz der Provokationen das ganze Spiel diszipliniert.“ Für die Gamsstädter war es der achte Dreier in Serie: „Das hat kein anderes Team geschafft.“

Kufstein verpasste es indes, ebenfalls den achten Sieg in Folge einzufahren. Die Festungsstädter kassierten kurz vor Schluss gegen den Tabellenführer den Ausgleich zum 1:1.

Wörgl behauptete mit einem 3:1 gegen Seekirchen Rang fünf, Trainer Denis Husic war aus dem Häuschen: „Wenn das nach 30 Runden auch noch so ist, bin ich der glücklichste Trainer der Liga. Wir spielen guten Fußball, die Mannschaft hat sich gefunden und die Gegner haben Respekt vor uns. Es war ein hart verdienter Sieg.“ Mit Kufstein und Anif warten noch zwei Kaliber vor der Pause, der Übungsleiter meinte mit einem Zwinkern: „Am schönsten wären 32 Punkte, auch mit 30 wäre ich zufrieden.“ Eines ist aber klar: „Aus Tiroler Sicht ein super Jahr, wir können alle stolz sein. Von der Bundesliga bis zur Regionallliga.“

Schwaz musste sich in Anif 1:2 geschlagen geben, Bernhard Lampl haderte mit der Chancenauswertung: „Wir schießen die Tore nicht. Die Mannschaft ist gut drauf und spielt lässigen Fußball.“ Die Vorgabe des Coaches bis zum Winter: „Wir werden sechs Punkte holen.“

Die Reichenau ist am Sonntag (15.00 Uhr) noch bei Pinzgau/Saalfelden gefordert.