Letztes Update am Mi, 31.10.2018 10:26

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Sport in Tirol

Ein Verein und viele Sportarten: Raiders bauen ihr Angebot aus

Die Swarco Raiders haben ihre Sektion um Basketball erweitert. Das soll nur ein Zwischenschritt sein. Weitere Sportarten könnten in naher Zukunft folgen.

© StiegDie Raiders sind künftig nicht nur im Football vertreten.



Von Daniel Suckert und Benjamin Kiechl

Innsbruck – Wer bisher an die Swarco Raiders gedacht hat, dem ist unmittelbar der US-Sport Football eingefallen. Passend dazu natürlich auch die Cheerleader der Raiderettes. Das Angebot hat sich nun erweitert: Die Swarco Raiders werden ab nächster Woche in die Basketball-Westliga neben den anderen vier Tiroler Clubs, den TI Titans, den USI Bulls, den Kufstein Towers und den Schwaz Silverminers in die neue Saison einsteigen.

Es war ein Traum des früheren Raiders-Manager Peter Schwazer, der vor Jahren schon einmal daran dachte, alle US-amerikanischen Sportarten, die in Tirol betrieben werden, bei den Raiders zu vereinen. Mit den Basketballern gelang der erste Schritt in diese Richtung. Den Überblick darüber hat die neue Managerin Claudia Nuener, die auf Gerwin Wichmann folgt und derzeit in Gesprächen mit den alten und neuen Sponsoren steckt: „Wir wollen uns prinzipiell breiter aufstellen, um dem Nachwuchs Zusatzangebote zu bieten.“

Ziel lautet Basketball-Bundesliga

Darum soll mittelfristig der Aufstieg in die Basketball-Bundesliga gelingen, um reizvolle Perspektiven – die man bei den Footballern ja schon seit Jahren hat – zu schaffen. In Sachen langfristiger Zukunft will sich Nuener (noch) nicht in die Karten schauen lassen: „Wir halten uns alle Türen offen.“

Hinter vorgehaltener Hand hört man allerdings schon, dass bereits an weitere Sportarten gedacht wird. Da wären einerseits die Baseballer, die als US-Sport perfekt ins Portfolio passen würden. Aber auch die Gewichtheber könnten bald bei den Raiders landen und für ein zusätzliches Angebot für den heimischen Nachwuchs sorgen.

Das ist noch Zukunftsmusik, die aber neue begrüßenswerte Impulse bringen könnte, die wiederum als Nebeneffekt eine weitere Professionalisierung der Sportarten mitbringen würde.

Zusätzliches Angebot für Kinder

Aktuell können besonders sporthungrige Kinder in den Wintermonaten den Football mit dem Basketball tauschen. Etwas, was viele Fußballer machen, die in der kalten Zeit zum Eishockey-Schläger greifen. Nuener: „Das ist nur ein Zusatzangebot, den Kindern steht es natürlich frei, ,nur‘ Football oder Basketball zu spielen.“

Natürlich stellt sich bei solch einer Erweiterung unmittelbar die Frage nach dem Finanziellen. Da kann Managerin Nuener auf die Unterstützung des langjährigen Großsponsors Swarco bauen. Zusätzlich will man aber neue Unterstützer finden, die sich mit dem Angebot identifizieren können. Dass die Tiroler Sponsorenlandschaft eine karge ist, schreckt Nuener und Co. in jedem Fall nicht ab.

Für die heimische Basketball-Szene stellt der Einstieg der Raiders in jedem Fall einen Segen dar. Die US-Sportart flog seit Jahren unter der Wahrnehmungsgrenze von Frau und Herr Ottonormalverbraucher.