Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 05.11.2018


Landesliga

Die Favoriten-Trios überwintern in einer eigenen Liga

Die beiden Landesligen haben zur Halbzeit eines gemeinsam: Jeweils drei Mannschaften haben sich bereits deutlich von der Konkurrenz abgesetzt.

© www.muehlanger.atTabellenführer, aber (noch) nicht Herbstmeister: Martin Knauer (l.) gewann mit Mayrhofen das Derby gegen Stumm (mit Josef Gruber) 3:1.



Von Daniel Lenninger

Innsbruck – Eine neuformierte Mannschaft und ein Rollenwechsel vom Jäger zum Gejagten: Obwohl Silz/Mötz nach dem Abstieg aus der Tiroler Liga die größte Qualität nachgesagt worden war, empfand Langzeit-Trainer Aleksandar Matic den Weg zum Herbstmeistertitel als riesige Herausforderung. Am abschließenden Hinrundenspieltag reichte den Oberländern ein 1:1-Remis bei Nachzügler Seefelder Plateau, weil Mils (2:3-Niederlage gegen Innsbruck West) im Fern­duell patzte. „Jeder hat gegen uns 1000 Prozent gegeben“, zeigt sich ein sehr zufriedener Matic erleichtert. Als Belohnung lädt Obmann Christian Kranebitter die Mannschaft auf einen Prag-Trip ein.

Die selbsternannten „Gladiatoren“ müssen im Frühjahr bei nur einem Punkt Vorsprung auf der Hut sein: Neben Mils hat auch Absam eine überzeugende Saison gespielt. Der Titel wird angesichts von sieben Zählern Vorsprung auf den Vierten Matrei aller Voraussicht nach über dieses Trio führen. Reutte (9.) muss die Aufstiegsambitionen indes auf kommende Saison verschieben. Die Winterkrone in der Torjägerwertung teilen sich Manuel Göbbel (IBK West) und Daniel Fischnaller (Mötz/Silz) mit jeweils 14 Toren.

In der Einzelwertung der Landesliga Ost hat Christian Landl mit zwölf Treffern die Nase vorne. Sein FC Buch, im Juni noch in der Aufstiegsrelegation gegen Natters unterlegen, landete vor allem aufgrund eines verkorksten Auftaktes mit drei Niederlagen nicht in den Top drei. Wie im Westen haben sich mit Mayr­hofen, Ebbs und Fügen drei Teams abgesetzt.

Der Kampf um den Herbstmeistertitel wird allerdings erst am kommenden Wochenende entschieden – dann könnte Ebbs den aktuellen Tabellenführer Mayrhofen durch einen Sieg im Nachtrag in Stumm noch vom Platz an der Sonne verdrängen. „31 Punkte waren nicht zu erwarten“, fällt das Hinrundenfazit für Mayr­hofen-Trainer Reinhard Hofer in jedem Fall positiv aus: „Wir haben nach dem Abstieg nicht genau gewusst, wo wir stehen. Jetzt haben wir aber gezeigt, dass wir mitmischen können.“ Beide Landesligen stehen im Zeichen eines Dreikampfs.

Diese akrobatische Einlage von Reutte-Spielmacher Oleg Weber konnte die enttäuschende Hinrunde der Außerferner nicht ausmerzen.
- Thomas Böhm