Letztes Update am Sa, 03.11.2018 22:59

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Regionalliga West

Zwei Derbys, eine Geschichte

In der Regionalliga West konnte am Samstag sowohl Kitzbühel gegen die Reichenau als auch Kufstein gegen Wörgl nach Rückstand noch 2:1 gewinnen.

© www.muehlanger.atMaximilian Gruber (Mitte) nützte kurz vor Schluss die Unachtsamkeit der Reichenauer Abwehr nach einer Standardsituation aus und erzielte noch das 2:1 für Kitzbühel.



Von Manuel Lutz

Kitzbühel – Von einem „ganz emotionalen“ Derby sprach Reichenau-Coach Gernot Glänzer nach der knappen 1:2-Niederlage am Samstag in Kitzbühel. Die Innsbrucker hätten fast den Siegeszug der Gamsstädter in der Westliga beendet – mit einem Freistoßtrick gelang den Gastgebern aber kurz vor Schluss noch das 2:1, wie Alexander Markl berichtete: „Das ist voll aufgegangen. Aus circa 25 Metern haben wir über drei Stationen gespielt. Die Standards trainiert mein Co-Trainer ein.“

Glänzer war mit der Leistung seiner Elf zufrieden, die Ausbeute hätte jedoch höher sein müssen: „Wir waren in der ersten Hälfte ganz klar die bessere Mannschaft.“ Im zweiten Durchgang kippte das Spiel jedoch, dafür gab es zwei Gründe, wie der Übungsleiter meinte: „Es gab ein Foul an Fabian Kraxner, Kitzbühel hat mitbekommen, dass er am Boden lag und weitergespielt und aus dieser Aktion das Tor zum 1:1 gemacht.“ Nur eine Minute später flog Kraxner nach einem Foul mit Rot vom Platz: „Es ist keine Entschuldigung, aber Fabi war danach in voller Emotion. So nahm alles seinen Lauf.“ Zudem hätte in Glänzers Augen auch Sascha Wörgetter nach einer Grätsche gegen Einkemmer („Der Rist schaut nun schön aus“ – O-Ton Glänzer) vom Feld müssen.

Markl schwärmte indes: „Ich weiß nicht, ob wir das im Frühjahr nochmal schaffen. Die 40 Punkte bedeuten mehr als die Winterkrone.“

Kufsteins Ausgleich zum 1:1 durch Mohamadou Idrissou (links) sorgte auch nach dem Spiel noch für Gesprächsstoff.

Auch im zweiten Derby konnte der Gastgeber das Spiel drehen. Kufstein fuhr gegen Wörgl einen 2:1-Sieg ein. Auch hier war ein Ausschluss spielentscheidend, wie Denis Husic wusste: „Das war der Knackpunkt, bis dahin hatten wir alles im Griff. Im Derby muss man schon ein bisschen Fingerspitzengefühl zeigen. Beim 1:1 lag der Schiri komplett daneben.“ Gegenüber Markus Duftner war zufrieden: „Hut ab vor den Jungs. Mit Wille und Arbeit haben wir das Spiel gedreht.“ Einziger Kritikpunkt: „Die Chancenauswertung.“