Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 05.11.2018


Ringen

Tiroler Play-off-Dreikampf: Inzing legte im Derby gegen Vollkraft nach

Nach dem 39:15 gegen die KG Hötting/Hatting feierte der RSC Inzing auch im zweiten Derby gegen AC Vollkraft Innsbruck einen glatten 40:17-Erfolg.

© Michael KristenMit dem 40:17 beim ACV Innsbruck (mit Gabriel Federa, rot) untermauerte der RSC Inzing (mit Nika Zakashvili) seine Vormachtstellung.



Von Roman Stelzl

Innsbruck – Das untere Bundesliga-Play-off der Ringer gleicht heuer der Tiroler Klub-Meisterschaft – und in der setzte sich der RSC Inzing in der Hinrunde mit zwei Siegen überlegen an die Spitze. Nach dem 39:15 gegen die KG Hötting/Hatting folgte am Samstag im zweiten ihrer vier Derbys ein glatter 40:17-Erfolg beim AC Vollkraft Innsbruck.

„Es ist alles nach Plan gelaufen, wir konnten einige junge und ältere Athleten einsetzen. Das Ergebnis war erwartungsgemäß gut“, meinte Inzing-Obmann Klaus Draxl. Mit dem erst 15-jährigen Sport-BORG-Schüler Jakob Saurwein durfte in Arzl ein Rohdiamant ran.

Vor 200 Zuschauern im Arzler Vereinsheim, das nach Bauarbeiten und einem Wasserschaden noch nicht ganz auf Vordermann ist, überzeugten die Gäste von Anfang an – ein Beweis dafür ist der siegreiche WM-Teilnehmer Michael Wagner, der in der Klasse bis 88 kg lediglich 25 Sekunden am Werk war.

Die Sieger blicken ebenso wie ihre beiden Tiroler Liga-Konkurrenten über den Mattenrand und das Play-off hinaus in die Zukunft. Nachdem der Titel des Tiroler Meisters, mit dem der beste Klub im unteren Play-off auch vom Land ausgezeichnet werden soll, dem RSC Inzing so gut wie nicht mehr zu nehmen ist, richtet sich der Fokus auf die kommende Saison.

Und die gute Nachricht: Kein Klub steigt ab. „Derzeit sieht es so aus, als würde die Liga von zehn auf zwölf Klubs aufgestockt. Dann wird es keine Absteiger geben – vielmehr sucht der Verband Klubs, die aufsteigen wollen“, sagt Draxl. Eine anstehende Sitzung mit Österreichs Verband (ÖRV) soll Klarheit bringen – und da gibt es auch leise Gedankenspiele einer „Super-Liga“ mit Nationen wie Ungarn, Deutschland oder der Schweiz. Draxl: „Wichtig wäre, dass das Kräfteverhältnis nicht zu sehr auf eine Seite ausschlägt.“

Solche Gedanken sind vorerst in weiter Ferne, das nächste Ziel ist das Heimduell mit Vollkraft Innsbruck (Samstag). Erwartet wird ein klarer Sieg. Und der würde den Tiroler Meistertitel bringen.