Letztes Update am Sa, 10.11.2018 20:11

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Regionalliga West

Für Reichenauer Sieg dauerte der Herbst fünf Minuten zu lange

Die Reichenau gab kurz vor Schluss die Westliga-Partie gegen St. Johann aus der Hand und verlor mit 1:2. Wörgl wurde von Anif mit 6:1 de­klas­sie­rt.

© www.muehlanger.atDenis Husic (l.) sah wie seine Wörgler rund um Hermann Achorner (weiß) einen Bauchfleck machten.



Von Manuel Lutz

Reichenau – Nach siebeneinhalb Jahren legte Helmut Hupfauf sein Amt als Sportlicher Leiter der Reichenau im Sommer zurück, im Rahmen des Abschlusses der Regionalliga West vor der Winterpause am Samstag wurde das Heinzelmännchen der Innsbrucker geehrt. „Es ist immer nett, wenn sich die Leute bei einem bedanken“, meinte Hupfauf, der den Ehrenanstoß durchführte. Von Obmann Gernot Amoser, der zugleich sein Schwager ist, gab es eine „schöne Flasche“ und den neuen Fan-Schal der Reichenau: „Das freut mich natürlich sehr, den Schal haben sicher noch nicht viele. Aber ich bin nicht der, der einen Schal trägt, ich habe immer anderweitig gezeigt, dass ich ein Reichenauer bin.“

Einziger Wermutstropfen: Der Aufsteiger brachte sich kurz vor Schluss gegen St. Johann um die Früchte seiner Arbeit, kassierte in den letzten fünf Minuten noch zwei Tore und verlor mit 1:2. „Ich hab mich ein bisschen geärgert, weil die Niederlage unnötig war“, meinte Hupfauf. Auch Trainer Gernot Glänzer wäre lieber gewesen, wenn die Winterpause fünf Minuten früher gekommen wäre: „Vor allem weil die Tore sehr bitter zustande kamen. Aufgrund der tiefen Sonne und des Windes war das ganz schwer für den Hörti (Anm. Tormann Matthias Hörtnagl).“ Zudem waren die Gastgeber die bessere Elf und hätten sich den Sieg verdient gehabt, wie der Übungsleiter meinte: „Wir hatten viele gute Chancen in der ersten Hälfte und waren im zweiten Durchgang mit unserem Umschaltspiel gefährlich. Wir haben uns selbst um die Punkte gebracht.“

Wörgl schlitterte indes in eine Schlappe. Bereits zur Pause führten die Gäste aus Anif mit 4:0, am Ende wurde es eine 1:6-Klatsche. Denis Husic war sprachlos: „Ich kann es mir nicht erklären. In acht Jahren, in denen ich hier bin, ist mir das nicht passiert. Ich muss mich bei den Zuschauern entschuldigen.“ Der Coach der Unterländer meinte weiter: „Wir können froh sein, dass wir nur sechs Tore bekommen haben.“

Gernot Amoser, Alexander Mader, Helmut Hupfauf und Thomas Wöber (v.l.).
- Amoser