Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 23.11.2018


Beachvolleyball

Nach Schulter-OP bei Ermacora: Reha in Tirol statt Teneriffa

Trotz einer Schulteroperation hat Tirols Beachvolleyball-Ass Martin Ermacora seine Zuversicht nicht verloren.

© ermarcoraMartin Ermacora konnte beim Verlassen der Klinik schon wieder lächeln.



Wien – Beachvolleyballer Martin Ermacora muss eine Zwangspause einlegen. Am Mittwoch wurde der Tiroler an der Schulter operiert. „Schonen half nicht mehr“, beklagt er Schmerzen in der Bizepssehne. Erst in drei bis vier Monaten, sagen die Ärzte, könne er wieder zurück in die Turniere starten. Dabei stünde in zwei Wochen schon die Vorbereitung auf Teneriffa an, die ersten beiden Turniere im Frühjahr wird er verpassen: „Es ist bitter, aber in dieser Phase der Saison noch am ehesten zu verschmerzen.“

Die Reha wird der 24-Jährige in Tirol machen, in seiner Wahl-Heimat Wien werde er sonst verrückt, „wenn alle rund um mich herum zum Training gehen“. Wie etwa Beach-Partner Moritz Pristauz, der sich für das erste Turnier dann vermutlich Ersatz suchen werde. Für die Olympia-Qualifikation 2020 bringt das dem Tirol-Steiermark-Duo aber nichts, die Weltranglistenpunkte müssen gemeinsam erspielt werden. Die Jagd auf diese beginnt bereits im Frühjahr, im Juni 2020 muss man mit den besten zwölf Turnieren unter den Top 16 stehen, um in Tokio dabei zu sein. Oder sich über das Kontinentalturnier unter die 24 Olympia-Paare smashen. Oder aber – Ermacora hat seine Zuversicht längst wieder gefunden: „Am einfachsten wäre, wenn wir nächstes Jahr Weltmeister werden.“ (sab)