Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 26.11.2018


Ringen

Für mehr Abwechslung: Ringer basteln an Liga-Reform

Inzing gewann das letzte Ringer-Derby gegen Hötting 39:17. Für die kommende Saison richten die Tiroler Vereine den Blick wieder über die Landesgrenzen hinaus.

© KristenTirols Ringer-Präsident Franz Pitschmann (l.) blickt nach dem letzten Saisonkampf seiner Höttinger auf das kommende Jahr voraus.



Von Benjamin Kiechl

Innsbruck – Wieder einmal war es Stefan Steigl, der für den AC Hötting die Kohlen aus dem Feuer holen musste. Der für Innsbruck kämpfende Vorarlberger feierte gegen Sandro Greil (bis 77 kg) einen Schultersieg und brachte den Hausherren noch vier Punkte ein. Die Gäste aus Inzing durften am Samstagabend im Vereinsheim Hötting dennoch über einen 39:17-Sieg jubeln und beendeten die Ringer-Bundesligasaison auf Rang acht. Ein Ergebnis, das hinter den Erwartungen liegt, konnten die Oberländer doch in den Jahren zuvor sogar Bronze erobern. Um den Meistertitel kämpfen KSK Klaus und AC Wals in zwei Finalkämpfen.

Für die drei Tiroler Vereine AC Vollkraft, AC Hötting und RSC Inzing ging eine kuriose Saison zu Ende. „Dass wir im Play-off nur Tiroler Gegner hatten, das gab’s noch nie. Wir hatten keine einzige Auswärtsfahrt über die Landesgrenze“, erklärte Hötting-Urgestein und Tirols Ringerpräsident Franz Pitschmann.

Um wieder mehr Abwechslung in den Liga-Alltag zu bringen, wird beim Verbandstag am 8. Dezember eine Liga-Reform diskutiert. Ein Szenario wäre die Aufstockung von bisher zehn auf zwölf Mannschaften. Zweitliga-Meister Wien/Burgenland und Bad Vigaun sollen die Liga auffetten. Der große Wurf wäre eine gemeinsame Liga mit der Slowakei. „Jeder Verein vertritt seine Interessen“, weiß Pitschmann, der seine Stimme für Tirol in die Waagschale werfen wird.