Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 28.11.2018


Ski Alpin

Parallel-Premiere im Kühtai: Slalom macht den Anfang

Am 9. Dezember wird bei den FIS-Rennen im Kühtai ein neues Parallel-Format ausgetragen. Ein Testlauf für den zukunftsträchtigen Bewerb.

© gepaDurchboxen: Bei Parallelrennen sind solche Qualitäten gefragt.



Innsbruck – Im Weltcup sind sie bereits üblich, die Parallelrennen für Skifahrer. Was aus den einstigen „Profi-Rennen“, einer Abspaltung vom FIS-Weltcup, entstand, 1975 beim Weltcupfinale im Grödnertal schon Premiere gefeiert hatte, aber wieder verschwand und vor allem durch Snowboard-Rennen dann bekannt wurde, kehrt auch in die unterste internationale Rennserie des Ski-Weltverbandes ein: bei den FIS-Rennen.

Wie beim Parallel-Weltcupslalom der Damen in St. Moritz feiert man im Kühtai dabei eine Weltpremiere: Am 9. Dezember wird im Rahmen der FIS-Bewerbe ein neues Format ausgetragen. „Wir sind schon gespannt, wie es ankommt“, freut sich Organisator Manuel Hujara, Obmann vom SV Oberperfuss. Als Qualifikation wird zunächst ein Slalomlauf ausgetragen, für den es auch FIS-Punkte gibt. „Das macht sportlich Sinn“, bestätigt etwa Olympiasieger Mario Reiter auf TT-Anfrage. Die besten 32 qualifizieren sich für den Parallel-Slalom, die 16 Schnellsten nach zwei Läufen (rot und blau) fahren dann das K.-o.-Finale.

„Ich denke, wir bekommen aufgrund des Formats ein gutes Starterfeld zusammen“, glaubt Hujara. Im Europacup wird dieser Modus erstmals am 1. Februar in Tignes ausgetragen. Bei der FIS überlegt man indes längst, eigene Wertungen für Parallelbewerbe einzuführen, zumal diese Rennen auch die Alpine Kombination ablösen dürften. Auch deshalb ist Skitrainer-Ausbilder Hujara überzeugt: „Es wird wohl nicht mehr lange dauern, bis es die ersten Parallel-Spezialisten gibt.“

Die Herausforderung für den Veranstalter ist groß, weil es zwei „gleiche“ Kurse sicherzustellen gilt. Eine weitere löst sich hoffentlich noch. Hujara: „Ein bisschen Schnee wäre noch gut.“ (sab)




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