Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 07.02.2019


Volleyball

„Eines der coolsten Spiele“

Volleyballer Wohlfahrtstätter feierte mit Benfica einen Derybsieg über Sporting.

Mitten im ?Derby de Lisboa? - der Tiroler Mittelblocker Peter Wohlfahrtstätter beim sportlichen Angriff Benficas gegen Sporting.

© BenficaMitten im ?Derby de Lisboa? - der Tiroler Mittelblocker Peter Wohlfahrtstätter beim sportlichen Angriff Benficas gegen Sporting.



Von Sabine Hochschwarzer

Innsbruck – Benfica Lissabon gegen Sporting Lissabon – das „Derby de Lisboa“ ist ein Spiel spezieller Art. Die herausragendste Partie Portugals. Und weil die Fußballer ihr prestige­trächtiges Duell am Sonntag austrugen, mussten die Volleyballer ihr gleich lautendes auf Montag verschieben. „Da geht es ziemlich ab, was die Fanklubs betrifft“, beschreibt Peter Wohlfahrtstätter, seit Herbst Mittelblocker bei Benfica Lissabon.

Ziemlich ab ging es dann aber auch in der Volleyballhalle – nicht nur weil bei den Fußballern das weitere Derby kräftig beworben wurde. „Es waren sauviele Leute da, so etwa 3000. Mehr wären nicht reingegangen“, erzählt der 2,04 m lange Tiroler und schwärmt: „Es war eines der coolsten Spiele, die ich in Portugal je gespielt habe.“ Das lag letztlich auch am Ausgang. Benfica setzte sich gegen Sporting mit 3:0 klar durch, die kickenden Klubkollegen tags zuvor übrigens mit 4:2. „Vielleicht ist die Stimmung auf uns übergeschwappt“, vermutet Wohlfahrtstätter schmunzelnd, „es war jedenfalls wahnsinnig cool.“

Damit ist Österreichs Nationalteamkapitän sechs Runden vor Schluss Tabellenführer in Portugal und weil man auch Konkurrent Sporting erneut besiegte (zwei Mal Liga, ein Mal Cup) gilt das Heimrecht in der Finalserie als gesichert. Nicht nur deshalb fühlt sich Wohlfahrtstätter pudelwohl: „Mir taugt es hier und ich hoffe, dass mein Vertrag verlängert wird“, sagt der Westendorfer. Von mehreren Seiten habe er Zufriedenheit vernommen. „Einmal abwarten, mich würde es freuen.“

Seine Pläne, fließend portugiesisch sprechen zu lernen, legte er auf Eis – zumindest vorerst. „Umso zacher die Saison, umso leerer der Kopf, aber ich komme gut durch und verhungere nicht“, scherzt Wohfahrtstätter.

Erneut ernst wird es aber bereits nächsten Mittwoch: Im Rückspiel des Challenge-Cup-Viertelfinales gilt es, gegen den dreifachen Champions-League-Sieger Belgorod (RUS) ein 0:3 aufzuholen. „Das ist ein bisschen wie wenn iRapid gegen Barcelona antreten muss“, vergleicht Wohlfahrtstätter, um Fußballfans, die gestern im Cup-Halbfinale Benfica gegen Sporting dabei waren, zu mobilisieren.