Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 22.03.2019


ASVÖ-Jugendcup

In bester Tradition und im Gedenken an eine Institution

Vorhang auf zum Hanspeter-Demetz-Memorial: Kunstturner und Rhythmische Gymnastinnen laden in die Sporthalle Hötting West.

Tirols Turnnachwuchs (Bild: Rosa Schwaninger) zeigt am Samstag in der Sporthalle Hötting West sein Können.

© Amir BeganovicTirols Turnnachwuchs (Bild: Rosa Schwaninger) zeigt am Samstag in der Sporthalle Hötting West sein Können.



Innsbruck – Der internationale ASVÖ-Jugendcup hat Tradition. Seit 21 Jahren misst sich der Nachwuchs aus Kunstturnen und Rhythmischer Gymnastik Ende März in Innsbruck bei einem gemeinsamen Wettkampf. Eine in Europa einzigartige Veranstaltung, da beide Turnsparten für gewöhnlich nur getrennt voneinander zu sehen sind.

Heuer, also am kommenden Samstag, ist trotz der über die Jahre gewonnenen Routine in der Sporthalle Hötting West dennoch einiges anders. Die 22. Auflage findet erstmals ohne einen ihrer federführenden Mitbegründer statt. Hanspeter Demetz, Tirols Turnsportlegende, ist im Vorjahr überraschend verstorben. „Er fehlt überall“, betrauert Hanna Grosch, Organisatorin und Fachwartin der Turnerinnen im Verband. Der Entschluss, seiner auch beim „seinem“ Wettkampf zu gedenken, war schnell gefasst: Aus dem Attila-Pinter-Cup, in Erinnerung an den 1997 ebenfalls unerwartet verstorbenen ersten Profi-Landestrainer, wird nun das Hans­peter-Demetz-Memorial. Inklusive einer eigenen nach ihm benannten Trophäe für den besten Turner auf dem Boden, dem einstigen Lieblingsgerät des WM-Teilnehmers von 1974.

Insgesamt 126 Turner, Turnerinnen und Gymnastinnen zwischen acht und 18 Jahren aus acht Nationen starten am Samstag (9.30 Uhr/Nachwuchs, 14 Uhr/Jugend, Junioren) nun unter neuem Na- men. Der Andrang ist also nach wie vor groß, und Lokalmatadore mischen in allen Bewerben mit. Neben den sportlichen Höhepunkten steigt ein weiterer vor der Siegerehrung um 17 Uhr: ein eigens einstudierter Showauftritt der Tiroler Turnverbandsfamilie. (sab)