Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 19.04.2019


Volleyball

Durch den Schritt zurück zwei weitere nach vorne

Im Vorjahr stiegen die TI-Volleyballerinnen ab, am Samstag spielen sie um die Rückkehr in die erste Bundesliga.

Die TI-Damen (Melanie Fleisch und Elisa Caria) strecken sich nach der ersten Bundesliga. Es gilt nun, Bisambergs Angriffe zu blocken.

© Thomas Boehm / TTDie TI-Damen (Melanie Fleisch und Elisa Caria) strecken sich nach der ersten Bundesliga. Es gilt nun, Bisambergs Angriffe zu blocken.



Von Sabine Hochschwarzer

Innsbruck – „Am Ende hat die Vernunft gesiegt“, hatte Obmann Michael Falkner vor knapp einem Jahr den freiwilligen Ausstieg der TI-Volleyballerinnen aus der ersten Bundesliga verkündet. Schweren Herzens, wie er noch heute bekennt: „Es war nicht leicht.“ Inzwischen lacht sein Herz wieder, denn die TI Tantum Volley steht vor dem Wiederaufstieg: Am morgigen Samstag startet in der Innsbrucker USI-Halle (16 Uhr) die Relegation für Österreichs höchste Spielklasse – mit dem ersten Spiel der „Best of three“-Serie gegen Bisamberg (NÖ).

„Es mag ligamäßig ein Schritt zurück gewesen sein, aber im Hintergrund waren es zwei nach vorne“, gibt sich Obmann Falkner zuversichtlich. Inzwischen wären die Trainer Marco Angelini und Roe Hernandez beide hauptberuflich angestellt, man zähle 300 aktive Mitglieder und 100 Trainingsstunden wöchentlich in den verschiedenen Stufen, sagt Falkner.

Eine Pflicht, die Relegation zu gewinnen, ruft der Obmann aber nicht aus, „wir nehmen es, wie es kommt“, Chancen rechnet er sich aber doch sehr gute aus. Bisamberg gelang in 18 Spielen des Grunddurchgangs und sechs weiteren in der Hoffnungsrunde kein einziger Sieg. „Wir wissen aus eigener Erfahrung, wie sehr das an der Psyche nagen kann“, sagt der Innsbrucker und denkt dabei an die harte Saison vor dem Abstieg. Auch der 3:0-Sieg zum Abschluss der Meisterrunde gegen Graz und der Vizemeistertitel in der zweiten Liga hinter Seekirchen (verzichtete auf Relegation) stimmen zuversichtlich.

Die Entscheidung über den möglichen Wiederaufstieg fällt allerdings frühestens kommenden Samstag beim Rückspiel Bisambergs in Klosterneuburg. Selbst Routinier Falkner betritt dabei Neuland. Zum selben Zeitpunkt fliegt der Obmann auf Urlaub: „Das ist eine völlig ungewohnte Situation für mich. Ich kann mich gar mich gar nicht erinnern, dass ich schon einmal in einer entscheidenden Phase nicht dabei war.“