Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom So, 21.04.2019


Sport in Tirol

Ein Riss im Nervenkostüm

Die Saison der Hypo Tirol Alpenvolleys ist vorbei: Beim 0:3 gegen Berlin im Bundesliga-Halbfinale fehlte der starken Leistung die letzte Konsequenz.

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© Berlin Recycling Volleys



Von Roman Stelzl

Berlin – Bis Ende des letzten Jahrhunderts war es im Volleyball noch gang und gäbe, die Sätze bis 15 Punkte zu spielen. Den Hypo Tirol Alpenvolleys hätte das gestern über weite Strecken besser in den Kram gepasst. Dreimal war das Team von Coach Stefan Chrtiansk­y gegen die Recycling Volleys Berlin auswärts vor 4455 Fans stark in den Satz gestartet. Dreimal lagen sie voran. Und dreimal verloren sie die Durchgänge am Ende doch noch.

Das 0:3 (-24, -19, -23) im vierten und letzten Halbfinalspiel der deutschen Volleyball-Bundesliga war ein warm-kalter Schlusspunkt hinter der Saison der bayerisch-tirolerischen Spielgemeinschaft. Die Alpenvolleys scheiterten mit dem Gesamt­score von 1:3 in der „best of five“-Serie am amtierenden Meister, der es nun im Endspiel mit Friedrichshafen zu tun bekommt.

„Ein, zwei Sätze hätten wir uns schon verdient“, blickte Trainer Chrtiansky mit ein wenig Wehmut auf das Spiel zurück, „wir sind stark in das Spiel gestartet, hatten unsere Chancen. Aber am Ende waren es zu viele Fehler.“

Anders war die Sachlage bei den Norddeutschen, beflügelt vom Heimpublikum setzten Topspieler Samuel Tuia und Konsorten zur Aufholjagd an. Dabei sah Satz drei lange nach der sicheren Beute der Gäste aus. Am Ende fehlte aber die letzte Konsequenz – und das wurde bestraft.

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Dennoch überwiegt die Zufriedenheit nach Rang zwei im Grunddurchgang und dem Einzug unter die besten vier Teams der Liga. Es gab in 29 Partien insgesamt 22 Siege. „Wir haben uns heuer stark präsentiert und können stolz auf das Erreichte zurückblicken“, ergänzte Chrtiansky. Nun gibt es ein paar freie Tage. Danach beginnt die Zukunft in sportlicher Hinsicht.