Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 30.04.2019


Handball

Auf die roten Teufel soll ein Hexenkessel warten

Sparkasse Schwaz Handball Tirol will am Dienstag (19 Uhr) gegen Favorit Hard den Einzug in das Halbfinale der spusu-Liga fixieren.

Alexander Wanitschek und Co. greifen am Dienstag (19 Uhr, Osthalle Schwaz) nach dem Halbfinal-Einzug in der spusu Liga.

© gepaAlexander Wanitschek und Co. greifen am Dienstag (19 Uhr, Osthalle Schwaz) nach dem Halbfinal-Einzug in der spusu Liga.



Von Tobias Waidhofer

Schwaz — Egal, ob man den 19:17-Sieg in Hard nun als Kraftakt, Sensation oder erfolgreiche Abwehrschlacht bezeichnen will — der erste Erfolg bei den roten Teufeln in der 15-jährigen Schwazer Erstliga-Geschichte war ein verdienter für die Tiroler. Und einer, der bereits am Dienstag (19 Uhr, Osthalle Schwaz) die Möglichkeiten eröffnet, ins Halbfinale der Spusu-Liga einzuziehen.

„Wenn wir den Weg schaffen wollen, müssen wir einen Sieg ansteuern“, weiß Frank Bergemann, der in der Best-of-three-Serie keine Lust auf ein weiteres Auswärtsspiel in Vorarlberg hat. Denn dass die Harder, die in ihrer Vereinsgeschichte noch nie im Viertelfinale ausgeschieden sind, am Dienstag mit der Wut im Bauch in Tirol auftreten, scheint garantiert. Hard-Trainer Klaus Gärtner meint: „Wir haben die Lehren aus dem Auftaktspiel gezogen.“ Ein Auftaktspiel, in dem die Tiroler den Vorarlbergern regelrecht die Schneid abgekauft hatten.

„Wir müssen eine robuste Deckung spielen und dürfen keinen Ball verloren geben“, fordert Bergemann. Dass sich die Harder nach Match eins über die harte Gangart der Tiroler beschwerten, sollte als Lob verstanden werden. Und noch eines ist dem deutschen Schwaz-Trainer wichtig: „Wir brauchen die Unterstützung von der Tribüne. Das hätten sich alle im Verein verdient.“ Den roten Teufeln aus Hard soll am Dienstag also ein Hexenkessel präsentiert werden. Das Bangen um Nationalspieler Sebastian Spendier (Sprunggelenksverletzung) wird sich aber bis zum Spieltag fortsetzen. Auch andere Akteure sind angeschlagen. „Die medizinische Abteilung arbeitet auf Hochtouren, aber natürlich will so ein Viertelfinale kein Spieler versäumen.“

Dass Bergemann seinem Ex-Club, mit dem er sich 2003 zum Meister krönte, ein Schnippchen schlagen könnte, schiebt der 63-Jährige zur Seite: „Es wäre völlig verkehrt, sich darauf zu fokussieren. Es gibt keine Freunde und keine Feinde, es ist ein Rückspiel in einem Viertelfinale, sonst nichts.“




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